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06.08.2017

Starkes WM-Debüt von Valentin Pfeil in London (Vienna City Marathon)


Geoffrey Kirui überlegener Marathon-Weltmeister auf der Tower Bridge

Marathonläufer Valentin Pfeil hat bei den Weltmeisterschaften in London ein sehr starkes Rennen hingelegt. In 2:16:28 Stunden erreichte er den 23. Platz. Damit wurde er achtbester Europäer und holte die bisher beste Platzierung eines Österreichers bei einem WM-Marathon. Den WM-Titel gewann der Kenianer Geoffrey Kirui in 2:08:27 vor Tamirat Tola (2:09:49) aus Äthiopien und Alphonce Simbu (2:09:51) aus Tanzania.

„Mein bester Marathon bisher“

Valentin Pfeil kommentierte seinen Auftritt auf dem 4-Runden-Kurs mit Start und Ziel auf der Tower Bridge hochzufrieden: „Platzierungsmäßig und zeitmäßig übertrifft das meine Erwartungen. Von der Wertigkeit her war das mein bester Marathon bisher. Am meisten freut mich, dass ich es geschafft habe, mir das Rennen gut einzuteilen und einen guten Meisterschafts-Marathon zu laufen. Ganz leicht war die Strecke nicht. Ich war unsicher, ob es reicht, vom VCM Ende April bis jetzt wieder die Substanz für einen Marathon aufzubauen. Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat. Es ist mir gelungen, meinen Effort gleichmäßig zu halten. Die Stimmung war überall großartig. Es war ein gutes Gefühl, zu überholen und nicht überholt zu werden“, sagte er im Ziel. Im April hatte sich Pfeil beim VCM mit persönlicher Bestzeit von 2:14:50 Stunden für seine erste WM-Teilnahme qualifiziert. 98 Läufer sind in London gestartet, 71 kamen ins Ziel.

Valentin Pfeil, der von Hubert Millonig trainiert wird und für den Verein LAC Amateure Steyr startet, war als erst vierter österreichischer Läufer bei einem WM-Marathon am Start. Vor ihm sind gelaufen: Edwin Kemboi (32. Platz in 2:28:06 – Peking 2015), Max Wenisch (35. Platz in 2:25:12 in Athen 1997) und Gerhard Hartmann, der in Rom 1987 nicht das Ziel erreichte.

Das Selbstbewusstsein während des Rennens holen

Das Rennen hatte aus Perspektive der Topläufer recht verhalten begonnen, sodass auch Pfeil in der großen Führungsgruppe dabei war. Nach rund 15 Kilometern hatte sich um Pfeil eine kleinere Gruppe gebildet, u.a. mit dem Iren Mick Clohissey, der einige Zeit in Wien gelebt hat und beim VCM-Halbmarathon 2014 siegte. „Eine große Gruppe heißt nicht, dass es einfach zu laufen ist. Es war eine unrhythmische Tempogestaltung von Anfang an. Für die Spitzenläufer war es langsam, aber nicht für mich. Im Vergleich zu meinen bisherigen Marathons beim VCM, wo es eine klare Vorgabe und Tempomacher gegeben hat, war hier mehr Stress im Rennen.“

Den stets vorhandenen Respekt vor der Marathondistanz hat er mit Fortgang des Rennens in Starke verwandelt: „Anfangs ist man immer unsicher. Es ist die Aufgabe, sich das Selbstbewusstsein während des Rennens zu holen. Man hat bei einem Marathon immer die Befürchtung, dass man komplett auseinanderfällt. Das ist mir jetzt auch bei meinem dritten Marathon nicht passiert.“ Der Rhythmus, einen Frühjahrsmarathon und danach einen Meisterschaftsmarathon zu laufen, könnte auch für nächstes Jahr ein Muster werden. 2018 stehen die Europameisterschaften in Berlin bevor. Als großes Karriereziel locken weiterhin die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Überlegener Weltmeister Geoffrey Kirui

An der Spitze feierte der 24-jährige Kenianer Geoffrey Kirui einen überlegenen Sieg. Im April hatte er bereits den Boston-Marathon gewonnen, nun siegte er bei den Titelkämpfen in London in 2:08:27 Stunden und feierte an der Themse den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Sieben Kilometer vor dem Ziel hatte Kirui den bis dahin führenden Äthiopier Tamirat Tola überholt. Der Dubai-Marathon-Sieger wurde Zweiter mit 2:09:49. Die Bronzemedaille gewann Alphonce Simbu (Tansania), der nach 2:09:51 über die Ziellinie auf der Tower Bridge lief.

Ein starkes Rennen zeigte bei relativ warmen Temperaturen um 20 Grad Celsius einmal mehr der Brite Callum Hawkins, der bei den Olympischen Spielen in Rio vor einem Jahr bereits mit Rang neun überrascht hatte. Der Schotte wurde nun in London Vierter und lief mit 2:10:17 Stunden sogar eine persönliche Bestzeit.

Der Rennverlauf

Bei Meisterschaftsrennen gibt es im Gegensatz zu vielen der großen City-Marathonrennen keine Tempomacher. Entsprechend verhalten war das Anfangstempo beim WM-Rennen. Angeführt von Callum Hawkins passierte die große Läufergruppe die 10-km-Marke nach 31:35 Minuten - eine Zwischenzeit, die auf ein Ergebnis von 2:13 Stunden hinausläuft.

Auf dem viermal zu durchlaufenden Rundkurs an der Themse gab es dann einen entscheidenden Vorstoß kurz vor der Halbmarathonmarke. Hier setzten sich Tamirat Tola, Geoffrey Kirui und Gideon Kipketer (Kenia) ab. Sie liefen den 5-km-Abschnitt zwischen 20 und 25 km in schnellen 14:29 Minuten und hatten dadurch bereits einen Vorsprung von rund 100 Metern, der sich weiter vergrößerte. Kipketer konnte mit den beiden Konkurrenten jedoch nicht viel länger mithalten und fiel dann später noch auf Rang fünf zurück. Gar nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte Daniel Wanjiru, der als aktueller Sieger des London-Marathons zu den großen Favoriten gezählt hatte. Der Kenianer musste sich am Ende mit Rang acht zufrieden geben.

Packender Zweikampf, starker Brite

Spannend war der Zweikampf zwischen Kirui und Tola, der bei seinem Sieg in Dubai im Januar mit 2:04:11 Stunden einen Streckenrekord und eine hochkarätige persönliche Bestzeit aufgestellt hatte. In London hatte der Äthiopier am Sonntag schon den Sieg vor Augen, nachdem er sich 10 km vor dem Ziel von Kirui abgesetzt hatte. Danach hatte Tola bereits einen Vorsprung von rund acht Sekunden auf Kirui. Doch der Äthiopier hatte sich mit der Tempoverschärfung übernommen. Sekunde um Sekunde holte Kirui wieder auf. Und bei 35 km übernahm er die Führung. Während Kirui zum Sieg lief, fiel Tola schnell entscheidend zurück und musste am Ende sogar noch um seine Silbermedaille fürchten. Denn von hinten kam Alphonce Simbu immer dichter heran. Am Ende fehlten dem Läufer aus Tansania nur zwei Sekunden zu Tola.

Ebenso wie Simbu hatte auch Callum Hawkins in der Schlussphase des Rennens noch Reserven. Kurz nach 30 km war er Achter, am Ende kam er bis auf Platz vier nach vorne. „Ich hatte den dritten Platz vor Augen, aber ich konnte nichts mehr machen - ich kam einfach nicht heran“, sagte Hawkins, der beste europäische Marathonläufer in diesem WM-Marathon. „Ich hoffe, dass ich in der Zukunft noch eine Medaille gewinnen kann.“

Größter Moment meiner Karriere

„Das ist der größte Moment meiner Karriere. Ich hatte nicht erwartet, dass ich Weltmeister werden würde. Ich hatte Respekt vor Tola, denn er hat so eine starke Bestzeit. Es war mein Plan, bis 35 Kilometer mitzulaufen und dann zu versuchen, zu attackieren“, sagte Geoffrey Kirui, der sich als Youngster zunächst über die 10.000-m-Distanz einen Namen gemacht hatte. 2011 lief er als 18-jähriger in Brüssel mit 26:55,73 Minuten eine Weltklasse-Bestzeit über diese Distanz. Doch es reichte nicht für Kirui, um sich gegen die enorm starke nationale Konkurrenz bei den Qualifikationen für eine WM oder für Olympische Spiele durchzusetzen. So wechselte Geoffrey Kirui frühzeitig zur Marathondistanz. Sein Debüt über die 42,195 km lief er im Frühjahr 2016 in Rotterdam, wo er als Dritter 2:07:23 Stunden erreichte. Im Herbst folgte eine Steigerung auf 2:06:27 in Amsterdam. Damals wurde er Siebenter. Dann siegte er in Boston und nun bei der WM in London.

WM-Marathon London, 6. August 2017
Ergebnisse Männer:

1. Geoffrey Kirui KEN 2:08:27
2. Tamirat Tola ETH 2:09:49
3. Alphonce Simbu TAN 2:09:51
4. Callum Hawkins GBR 2:10:17
5. Gideon Kipketer KEN 2:10:56
6. Daniele Meucci ITA 2:10:56
7. Yohanes Ghebregergis ERI 2:12:07
8. Daniel Wanjiru KEN 2:12:16
9. Yuki Kawauchi JPN 2:12:19
10. Kentaro Nakamoto JPN 2:12:41
23. Valentin Pfeil AUT 2:16:28

Im Original hier erschienen: Starkes WM-Debüt von Valentin Pfeil in London

London, Tower Bridge, http://www.shutterstock.com/de/pic-162607085/stock-photo-tower-bridge-in-london-uk.html, (© shutterstock.com)




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Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

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Christian Drastil, Runplugged

06.08.2017

Starkes WM-Debüt von Valentin Pfeil in London (Vienna City Marathon)


Geoffrey Kirui überlegener Marathon-Weltmeister auf der Tower Bridge

Marathonläufer Valentin Pfeil hat bei den Weltmeisterschaften in London ein sehr starkes Rennen hingelegt. In 2:16:28 Stunden erreichte er den 23. Platz. Damit wurde er achtbester Europäer und holte die bisher beste Platzierung eines Österreichers bei einem WM-Marathon. Den WM-Titel gewann der Kenianer Geoffrey Kirui in 2:08:27 vor Tamirat Tola (2:09:49) aus Äthiopien und Alphonce Simbu (2:09:51) aus Tanzania.

„Mein bester Marathon bisher“

Valentin Pfeil kommentierte seinen Auftritt auf dem 4-Runden-Kurs mit Start und Ziel auf der Tower Bridge hochzufrieden: „Platzierungsmäßig und zeitmäßig übertrifft das meine Erwartungen. Von der Wertigkeit her war das mein bester Marathon bisher. Am meisten freut mich, dass ich es geschafft habe, mir das Rennen gut einzuteilen und einen guten Meisterschafts-Marathon zu laufen. Ganz leicht war die Strecke nicht. Ich war unsicher, ob es reicht, vom VCM Ende April bis jetzt wieder die Substanz für einen Marathon aufzubauen. Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat. Es ist mir gelungen, meinen Effort gleichmäßig zu halten. Die Stimmung war überall großartig. Es war ein gutes Gefühl, zu überholen und nicht überholt zu werden“, sagte er im Ziel. Im April hatte sich Pfeil beim VCM mit persönlicher Bestzeit von 2:14:50 Stunden für seine erste WM-Teilnahme qualifiziert. 98 Läufer sind in London gestartet, 71 kamen ins Ziel.

Valentin Pfeil, der von Hubert Millonig trainiert wird und für den Verein LAC Amateure Steyr startet, war als erst vierter österreichischer Läufer bei einem WM-Marathon am Start. Vor ihm sind gelaufen: Edwin Kemboi (32. Platz in 2:28:06 – Peking 2015), Max Wenisch (35. Platz in 2:25:12 in Athen 1997) und Gerhard Hartmann, der in Rom 1987 nicht das Ziel erreichte.

Das Selbstbewusstsein während des Rennens holen

Das Rennen hatte aus Perspektive der Topläufer recht verhalten begonnen, sodass auch Pfeil in der großen Führungsgruppe dabei war. Nach rund 15 Kilometern hatte sich um Pfeil eine kleinere Gruppe gebildet, u.a. mit dem Iren Mick Clohissey, der einige Zeit in Wien gelebt hat und beim VCM-Halbmarathon 2014 siegte. „Eine große Gruppe heißt nicht, dass es einfach zu laufen ist. Es war eine unrhythmische Tempogestaltung von Anfang an. Für die Spitzenläufer war es langsam, aber nicht für mich. Im Vergleich zu meinen bisherigen Marathons beim VCM, wo es eine klare Vorgabe und Tempomacher gegeben hat, war hier mehr Stress im Rennen.“

Den stets vorhandenen Respekt vor der Marathondistanz hat er mit Fortgang des Rennens in Starke verwandelt: „Anfangs ist man immer unsicher. Es ist die Aufgabe, sich das Selbstbewusstsein während des Rennens zu holen. Man hat bei einem Marathon immer die Befürchtung, dass man komplett auseinanderfällt. Das ist mir jetzt auch bei meinem dritten Marathon nicht passiert.“ Der Rhythmus, einen Frühjahrsmarathon und danach einen Meisterschaftsmarathon zu laufen, könnte auch für nächstes Jahr ein Muster werden. 2018 stehen die Europameisterschaften in Berlin bevor. Als großes Karriereziel locken weiterhin die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Überlegener Weltmeister Geoffrey Kirui

An der Spitze feierte der 24-jährige Kenianer Geoffrey Kirui einen überlegenen Sieg. Im April hatte er bereits den Boston-Marathon gewonnen, nun siegte er bei den Titelkämpfen in London in 2:08:27 Stunden und feierte an der Themse den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Sieben Kilometer vor dem Ziel hatte Kirui den bis dahin führenden Äthiopier Tamirat Tola überholt. Der Dubai-Marathon-Sieger wurde Zweiter mit 2:09:49. Die Bronzemedaille gewann Alphonce Simbu (Tansania), der nach 2:09:51 über die Ziellinie auf der Tower Bridge lief.

Ein starkes Rennen zeigte bei relativ warmen Temperaturen um 20 Grad Celsius einmal mehr der Brite Callum Hawkins, der bei den Olympischen Spielen in Rio vor einem Jahr bereits mit Rang neun überrascht hatte. Der Schotte wurde nun in London Vierter und lief mit 2:10:17 Stunden sogar eine persönliche Bestzeit.

Der Rennverlauf

Bei Meisterschaftsrennen gibt es im Gegensatz zu vielen der großen City-Marathonrennen keine Tempomacher. Entsprechend verhalten war das Anfangstempo beim WM-Rennen. Angeführt von Callum Hawkins passierte die große Läufergruppe die 10-km-Marke nach 31:35 Minuten - eine Zwischenzeit, die auf ein Ergebnis von 2:13 Stunden hinausläuft.

Auf dem viermal zu durchlaufenden Rundkurs an der Themse gab es dann einen entscheidenden Vorstoß kurz vor der Halbmarathonmarke. Hier setzten sich Tamirat Tola, Geoffrey Kirui und Gideon Kipketer (Kenia) ab. Sie liefen den 5-km-Abschnitt zwischen 20 und 25 km in schnellen 14:29 Minuten und hatten dadurch bereits einen Vorsprung von rund 100 Metern, der sich weiter vergrößerte. Kipketer konnte mit den beiden Konkurrenten jedoch nicht viel länger mithalten und fiel dann später noch auf Rang fünf zurück. Gar nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte Daniel Wanjiru, der als aktueller Sieger des London-Marathons zu den großen Favoriten gezählt hatte. Der Kenianer musste sich am Ende mit Rang acht zufrieden geben.

Packender Zweikampf, starker Brite

Spannend war der Zweikampf zwischen Kirui und Tola, der bei seinem Sieg in Dubai im Januar mit 2:04:11 Stunden einen Streckenrekord und eine hochkarätige persönliche Bestzeit aufgestellt hatte. In London hatte der Äthiopier am Sonntag schon den Sieg vor Augen, nachdem er sich 10 km vor dem Ziel von Kirui abgesetzt hatte. Danach hatte Tola bereits einen Vorsprung von rund acht Sekunden auf Kirui. Doch der Äthiopier hatte sich mit der Tempoverschärfung übernommen. Sekunde um Sekunde holte Kirui wieder auf. Und bei 35 km übernahm er die Führung. Während Kirui zum Sieg lief, fiel Tola schnell entscheidend zurück und musste am Ende sogar noch um seine Silbermedaille fürchten. Denn von hinten kam Alphonce Simbu immer dichter heran. Am Ende fehlten dem Läufer aus Tansania nur zwei Sekunden zu Tola.

Ebenso wie Simbu hatte auch Callum Hawkins in der Schlussphase des Rennens noch Reserven. Kurz nach 30 km war er Achter, am Ende kam er bis auf Platz vier nach vorne. „Ich hatte den dritten Platz vor Augen, aber ich konnte nichts mehr machen - ich kam einfach nicht heran“, sagte Hawkins, der beste europäische Marathonläufer in diesem WM-Marathon. „Ich hoffe, dass ich in der Zukunft noch eine Medaille gewinnen kann.“

Größter Moment meiner Karriere

„Das ist der größte Moment meiner Karriere. Ich hatte nicht erwartet, dass ich Weltmeister werden würde. Ich hatte Respekt vor Tola, denn er hat so eine starke Bestzeit. Es war mein Plan, bis 35 Kilometer mitzulaufen und dann zu versuchen, zu attackieren“, sagte Geoffrey Kirui, der sich als Youngster zunächst über die 10.000-m-Distanz einen Namen gemacht hatte. 2011 lief er als 18-jähriger in Brüssel mit 26:55,73 Minuten eine Weltklasse-Bestzeit über diese Distanz. Doch es reichte nicht für Kirui, um sich gegen die enorm starke nationale Konkurrenz bei den Qualifikationen für eine WM oder für Olympische Spiele durchzusetzen. So wechselte Geoffrey Kirui frühzeitig zur Marathondistanz. Sein Debüt über die 42,195 km lief er im Frühjahr 2016 in Rotterdam, wo er als Dritter 2:07:23 Stunden erreichte. Im Herbst folgte eine Steigerung auf 2:06:27 in Amsterdam. Damals wurde er Siebenter. Dann siegte er in Boston und nun bei der WM in London.

WM-Marathon London, 6. August 2017
Ergebnisse Männer:

1. Geoffrey Kirui KEN 2:08:27
2. Tamirat Tola ETH 2:09:49
3. Alphonce Simbu TAN 2:09:51
4. Callum Hawkins GBR 2:10:17
5. Gideon Kipketer KEN 2:10:56
6. Daniele Meucci ITA 2:10:56
7. Yohanes Ghebregergis ERI 2:12:07
8. Daniel Wanjiru KEN 2:12:16
9. Yuki Kawauchi JPN 2:12:19
10. Kentaro Nakamoto JPN 2:12:41
23. Valentin Pfeil AUT 2:16:28

Im Original hier erschienen: Starkes WM-Debüt von Valentin Pfeil in London

London, Tower Bridge, http://www.shutterstock.com/de/pic-162607085/stock-photo-tower-bridge-in-london-uk.html, (© shutterstock.com)




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Christian Drastil, Runplugged

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