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06.01.2018

Der Marathon-Report: Eliud Kipchoge ist das Maß der Dinge (Vienna City Marathon)


Jagd auf Weltrekord, Frauen mit starker Entwicklung, fünf Österreicher unter 2:20 Stunden

Eliud Kipchoge ist weiterhin das Maß der Dinge in der Marathon-Weltelite. Der kenianische Olympiasieger gewann im September in Berlin mit der Jahresweltbestzeit von 2:03:32 Stunden. Zudem bewies Kipchoge, dass das Erreichen der Marathon-Traumzeit von unter zwei Stunden realistischer ist, als viele noch vor einem Jahr vermutet hätten. In Monza lief er bei allerdings irregulären Bedingungen 2:00:25. Eine vergleichsweise in der Spitze stärkere Entwicklung gab es 2017 aber bei den Frauen: Mary Keitany (Kenia) und Tirunesh Dibaba (Äthiopien) erzielten Zeiten von unter 2:18 Stunden. Sie stießen damit in Bereiche vor, die zuvor lediglich Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien) erreicht hatte.

Fünf Österreicher unter 2:20 Stunden

Bemerkenswert fällt die österreichische Bilanz an der Spitze aus. Erstmals sind fünf Läufer in einem Jahr unter der Marke von 2:20 Stunden geblieben. Valentin Pfeil mit 2:14:50 beim Vienna City Marathon, Lemawork Ketema mit 2:16:08 beim Linz Marathon, Peter Herzog mit 2:17:37 in Berlin, Christian Steinhammer mit 2:17:54 in Frankfurt und Edwin Kemboi mit 2:18:22 in Dubai. Valentin Pfeil gelang zudem ein starker Auftritt bei der WM in London, wo er mit 2:16:28 den 23. Platz erreichte. Das EM-Jahr 2018 mit europäischen Titelkämpfen in Berlin könnte erneut sehr starke Leistungen bringen.

Österreichs Frauen waren im Vergleich dazu nicht ganz auf diesem hohen Niveau unterwegs, aber mit vier Läuferinnen zwischen 2:41 und 2:46 gab es doch mehrere gute Leistungen. Die 23-jährige Cornelia Moser mit persönlicher Bestzeit von 2:41:27 in Berlin, Sandra Urach (2:45:24 in Bregenz), Katharina Zipser (2:46:24 in Florenz) und Karin Freitag (2:46:27 in Linz) liefen die schnellsten Zeiten. Weitere Steigerungen sind absolut möglich, denn in Berlin und noch stärker in Florenz waren die Marathons von Regen geprägt. Wenn Anita Baierl (2:42:35 in Salzburg 2016 bei ihrem bisher einzigen Marathon) wieder ins Geschehen einsteigen kann, darf man auch auf ihre Leistungen gespannt sein.

Eliud Kipchoge seit über vier Jahren ungeschlagen

Zählt man das aufgrund der Vielzahl von wechselnden Tempomachern nicht reguläre Rennen in Monza hinzu, hat Eliud Kipchoge neun seiner zehn Marathonrennen gewonnen. Lediglich im September 2013 musste sich der Kenianer in Berlin seinem Landsmann Wilson Kipsang geschlagen geben, der damals mit 2:03:23 Stunden Weltrekord lief. Es ist selten, dass im Marathon ein Läufer derart lange dominieren kann. Doch einem großen Ziel läuft Eliud Kipchoge noch vergeblich hinterher: Den Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) konnte er bisher nicht brechen.

Das Ziel Weltrekord haben auch Wilson Kipsang, der 2017 in Tokio den Streckenrekord auf 2:03:58 verbesserte, und Kenenisa Bekele. Äthiopiens Superstar erlebt in seiner Marathonkarriere weiterhin eine „Achterbahnfahrt“. 2017 kam er weder in Dubai noch in Berlin ins Ziel und wurde dazwischen aber immerhin Zweiter in London, obwohl er dort nicht in Topform war. 2018 wird Kenenisa Bekele einen neuen Anlauf nehmen, nachdem sogar zwei Landsleute im vergangenen Jahr schneller waren: Tamirat Tola lief in Dubai mit 2:04:11 einen Streckenrekord und gewann dann hinter Geoffrey Kirui (Kenia) bei der WM die Silbermedaille, der Debütant Guye Adola überraschte in Berlin als Zweiter mit der zweitschnellsten Zeit des Jahres (2:03:46).

Abgesehen vom irregulären Rennen in Monza gab es im vergangenen Jahr in der absoluten Weltspitze nicht ganz so schnelle Zeiten wie noch 2016. Viermal wurden Zeiten von unter 2:05 Stunden erreicht, 2016 waren es noch sieben. Im Dezember folgte aber noch eine europäische Sensation: Der Norweger Sondre Moen gewann in Fukuoka (Japan) mit einem Europarekord von 2:05:48.

Frauen laufen 18 Zeiten unter 2:22 Stunden

Im Gegensatz zu den Männern produzierten die Frauen in der internationalen Spitze deutlich stärkere Zeiten als noch 2016. Damals gab es nur ein Ergebnis unter 2:20 (2:19:41, Tirfi Tsegaye) und insgesamt sieben Zeiten unter 2:22. 2017 wurden vier Zeiten unter 2:20 gelaufen und zudem insgesamt gleich 18 (!) unter 2:22. Das gab es bisher erst einmal: 2012 wurden ebenfalls 18 Zeiten unter 2:22 gestoppt.

Mit ihrem Sieg in London in 2:17:01 Stunden erzielte Mary Keitany die zweitschnellste je gelaufene Zeit. Dies war ein Afrika-Rekord und ein Weltrekord für ein reines Frauenrennen (in London starten die Elite-Frauen deutlich vor dem Hauptfeld, so dass sie keine männlichen Tempomacher haben). Keitany aber auch Tirunesh Dibaba haben offenbar das Vermögen, sogar den Weltrekord von Paula Radcliffe gefährden zu können (2:15:25). Die Äthiopierin Dibaba meldete sich nach ihrem Debüt 2014 in London (2:20:35) grandios über die 42,195 km zurück: In London lief sie als Zweite zunächst 2:17:56 und erzielte damit die fünftbeste Zeit aller Zeiten, dann gewann sie in Chicago noch mit 2:18:31 (die sechstbeste je gelaufene Zeit). Zwei so außergewöhnliche Zeiten innerhalb eines Kalenderjahres ist bisher nur eine Athletin gelaufen: Paula Radcliffe im Jahr 2002 (2:18:56 und 2:17:18).

Man darf gespannt sein, ob sich diese starke Entwicklung bei den Frauen 2018 fortsetzt. Es ist gut möglich, dass es in London Ende April erneut zu einem Aufeinandertreffen von Mary Keitany und Tirunesh Dibaba kommt. Für alle anderen Läuferinnen, so auch für die Marathon-Weltmeisterin des vergangenen Jahres Rose Chelimo (Bahrain), wird es allerdings schwierig in die Bereiche von Keitany und Dibaba vorzustoßen.


MARATHONSTATISTIK DER MÄNNER

Die besten Zeiten aller Zeiten (Ergebnisse aus 2017 hervorgehoben)

2:02:57 Dennis Kimetto KEN Berlin 28.9.2014
2:03:03 Kenenisa Bekele ETH Berlin 26.9.2016
2:03:05 Eliud Kipchoge KEN London 24.4.2016
2:03:13 Emmanuel Mutai KEN Berlin 28.9.2014
2:03:13 Wilson Kipsang KEN Berlin 26.9.2016
2:03:23 Wilson Kipsang KEN Berlin 29.9.2013
2:03:32 Eliud Kipchoge KEN Berlin 24.9.2017
2:03:38 Patrick Makau KEN Berlin 25.9.2011
2:03:42 Wilson Kipsang KEN Frankfurt 30.10.2011
2:03:45 Dennis Kimetto KEN Chicago 13.10.2013
2:03:46 Guye Adola ETH Berlin 24.9.2017
2:03:51 Stanley Biwott KEN London 24.4.2016
2:03:52 Emmanuel Mutai KEN Chicago 13.10.2013
2:03:58 Wilson Kipsang KEN Tokio 26.2.2017
2:03:59 Haile Gebrselassie ETH Berlin 28.9.2008

Auf der nicht rekord-konformen Strecke des Boston-Marathons (Punkt-zu-Punkt-Kurs) lief am 18.4.2011 Geoffrey Mutai (KEN) 2:03:02 Stunden, sein Landsmann Moses Mosop war Zweiter mit 2:03:06.

Die schnellsten City-Marathonläufe
1. BERLIN 2:03:28,4
2. LONDON 2:04:33,8
3. DUBAI 2:04:36,1
4. CHICAGO 2:04:39,8
5. ROTTERDAM 2:04:51,5
6. AMSTERDAM 2:05:31,7
7. FRANKFURT 2:05:37,0
8. BOSTON 2:05:38,6
9. SEOUL (Frühjahr) 2:05:53,6
10. PARIS 2:05:55,2

Gewertet wird der Durchschnitt der jeweils zehn schnellsten je erzielten Zeiten des Rennens


MARATHONSTATISTIK DER FRAUEN

Die besten Zeiten aller Zeiten (Ergebnisse aus 2017 hervorgehoben)

2:15:25 Paula Radcliffe GBR London 13.4.2003
2:17:01 Mary Keitany KEN London 23.4.2017
2:17:18 Paula Radcliffe GBR Chicago 13.10.2002
2:17:42 Paula Radcliffe GBR London 17.4.2005
2:17:56 Tirunesh Dibaba ETH London 23.4.2017
2:18:31 Tirunesh Dibaba ETH Chicago 8.10.2017
2:18:37 Mary Keitany KEN London 22.4.2012
2:18:47 Catherine Ndereba KEN Chicago 7.10.2001
2:18:56 Paula Radcliffe GBR London 14.4.2002
2:18:58 Tiki Gelana ETH Rotterdam 15.4.2012
2:19:12 Mizuki Noguchi JPN Berlin 25.9.2005
2:19:19 Irina Mikitenko GER Berlin 28.9.2008
2:19:19 Mary Keitany KEN London 17.4.2011
2:19:25 Gladys Cherono KEN Berlin 27.9.2015
2:19:26 Catherine Ndereba KEN Chicago 13.10.2002

Die schnellsten City-Marathonläufe
1. LONDON 2:18:25,7
2. BERLIN 2:19:50,5
3. CHICAGO 2:20:03,5
4. DUBAI 2:20:05,5
5. BOSTON 2:21:10,6
6. PARIS 2:21:49,3
7. TOKIO 2:22:07,8
8. OSAKA 2:22:29,3
9. FRANKFURT 2:22:32,2
10. PEKING 2:22:35,7

Gewertet wird der Durchschnitt der jeweils zehn schnellsten je erzielten Zeiten des Rennens

VCM News. Text & Statistik: Jörg Wenig / race-news-service.com

Im Original hier erschienen: Der Marathon-Report: Eliud Kipchoge ist das Ma? der Dinge


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Unser Hauptpartner beim Business Athlete Award, http://www.runplugged.com/baa . Die KTM Industries-Gruppe ist eine europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das globale Sportmotorradsegment und den automotiven high-tech Komponentenbereich. Mit ihren weltweit bekannten Marken KTM, Husqvarna Motorcycles, WP und Pankl zählt sie in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern.

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  • 24.06.2018: NÖ, 18.Int. Ruppersthaler Weintraubenlauf
  • 24.06.2018: S, 21. Hofer Dorflauf & 2.Fuschlseehalbmarathon

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Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

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Christian Drastil, Runplugged

06.01.2018

Der Marathon-Report: Eliud Kipchoge ist das Maß der Dinge (Vienna City Marathon)


Jagd auf Weltrekord, Frauen mit starker Entwicklung, fünf Österreicher unter 2:20 Stunden

Eliud Kipchoge ist weiterhin das Maß der Dinge in der Marathon-Weltelite. Der kenianische Olympiasieger gewann im September in Berlin mit der Jahresweltbestzeit von 2:03:32 Stunden. Zudem bewies Kipchoge, dass das Erreichen der Marathon-Traumzeit von unter zwei Stunden realistischer ist, als viele noch vor einem Jahr vermutet hätten. In Monza lief er bei allerdings irregulären Bedingungen 2:00:25. Eine vergleichsweise in der Spitze stärkere Entwicklung gab es 2017 aber bei den Frauen: Mary Keitany (Kenia) und Tirunesh Dibaba (Äthiopien) erzielten Zeiten von unter 2:18 Stunden. Sie stießen damit in Bereiche vor, die zuvor lediglich Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien) erreicht hatte.

Fünf Österreicher unter 2:20 Stunden

Bemerkenswert fällt die österreichische Bilanz an der Spitze aus. Erstmals sind fünf Läufer in einem Jahr unter der Marke von 2:20 Stunden geblieben. Valentin Pfeil mit 2:14:50 beim Vienna City Marathon, Lemawork Ketema mit 2:16:08 beim Linz Marathon, Peter Herzog mit 2:17:37 in Berlin, Christian Steinhammer mit 2:17:54 in Frankfurt und Edwin Kemboi mit 2:18:22 in Dubai. Valentin Pfeil gelang zudem ein starker Auftritt bei der WM in London, wo er mit 2:16:28 den 23. Platz erreichte. Das EM-Jahr 2018 mit europäischen Titelkämpfen in Berlin könnte erneut sehr starke Leistungen bringen.

Österreichs Frauen waren im Vergleich dazu nicht ganz auf diesem hohen Niveau unterwegs, aber mit vier Läuferinnen zwischen 2:41 und 2:46 gab es doch mehrere gute Leistungen. Die 23-jährige Cornelia Moser mit persönlicher Bestzeit von 2:41:27 in Berlin, Sandra Urach (2:45:24 in Bregenz), Katharina Zipser (2:46:24 in Florenz) und Karin Freitag (2:46:27 in Linz) liefen die schnellsten Zeiten. Weitere Steigerungen sind absolut möglich, denn in Berlin und noch stärker in Florenz waren die Marathons von Regen geprägt. Wenn Anita Baierl (2:42:35 in Salzburg 2016 bei ihrem bisher einzigen Marathon) wieder ins Geschehen einsteigen kann, darf man auch auf ihre Leistungen gespannt sein.

Eliud Kipchoge seit über vier Jahren ungeschlagen

Zählt man das aufgrund der Vielzahl von wechselnden Tempomachern nicht reguläre Rennen in Monza hinzu, hat Eliud Kipchoge neun seiner zehn Marathonrennen gewonnen. Lediglich im September 2013 musste sich der Kenianer in Berlin seinem Landsmann Wilson Kipsang geschlagen geben, der damals mit 2:03:23 Stunden Weltrekord lief. Es ist selten, dass im Marathon ein Läufer derart lange dominieren kann. Doch einem großen Ziel läuft Eliud Kipchoge noch vergeblich hinterher: Den Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) konnte er bisher nicht brechen.

Das Ziel Weltrekord haben auch Wilson Kipsang, der 2017 in Tokio den Streckenrekord auf 2:03:58 verbesserte, und Kenenisa Bekele. Äthiopiens Superstar erlebt in seiner Marathonkarriere weiterhin eine „Achterbahnfahrt“. 2017 kam er weder in Dubai noch in Berlin ins Ziel und wurde dazwischen aber immerhin Zweiter in London, obwohl er dort nicht in Topform war. 2018 wird Kenenisa Bekele einen neuen Anlauf nehmen, nachdem sogar zwei Landsleute im vergangenen Jahr schneller waren: Tamirat Tola lief in Dubai mit 2:04:11 einen Streckenrekord und gewann dann hinter Geoffrey Kirui (Kenia) bei der WM die Silbermedaille, der Debütant Guye Adola überraschte in Berlin als Zweiter mit der zweitschnellsten Zeit des Jahres (2:03:46).

Abgesehen vom irregulären Rennen in Monza gab es im vergangenen Jahr in der absoluten Weltspitze nicht ganz so schnelle Zeiten wie noch 2016. Viermal wurden Zeiten von unter 2:05 Stunden erreicht, 2016 waren es noch sieben. Im Dezember folgte aber noch eine europäische Sensation: Der Norweger Sondre Moen gewann in Fukuoka (Japan) mit einem Europarekord von 2:05:48.

Frauen laufen 18 Zeiten unter 2:22 Stunden

Im Gegensatz zu den Männern produzierten die Frauen in der internationalen Spitze deutlich stärkere Zeiten als noch 2016. Damals gab es nur ein Ergebnis unter 2:20 (2:19:41, Tirfi Tsegaye) und insgesamt sieben Zeiten unter 2:22. 2017 wurden vier Zeiten unter 2:20 gelaufen und zudem insgesamt gleich 18 (!) unter 2:22. Das gab es bisher erst einmal: 2012 wurden ebenfalls 18 Zeiten unter 2:22 gestoppt.

Mit ihrem Sieg in London in 2:17:01 Stunden erzielte Mary Keitany die zweitschnellste je gelaufene Zeit. Dies war ein Afrika-Rekord und ein Weltrekord für ein reines Frauenrennen (in London starten die Elite-Frauen deutlich vor dem Hauptfeld, so dass sie keine männlichen Tempomacher haben). Keitany aber auch Tirunesh Dibaba haben offenbar das Vermögen, sogar den Weltrekord von Paula Radcliffe gefährden zu können (2:15:25). Die Äthiopierin Dibaba meldete sich nach ihrem Debüt 2014 in London (2:20:35) grandios über die 42,195 km zurück: In London lief sie als Zweite zunächst 2:17:56 und erzielte damit die fünftbeste Zeit aller Zeiten, dann gewann sie in Chicago noch mit 2:18:31 (die sechstbeste je gelaufene Zeit). Zwei so außergewöhnliche Zeiten innerhalb eines Kalenderjahres ist bisher nur eine Athletin gelaufen: Paula Radcliffe im Jahr 2002 (2:18:56 und 2:17:18).

Man darf gespannt sein, ob sich diese starke Entwicklung bei den Frauen 2018 fortsetzt. Es ist gut möglich, dass es in London Ende April erneut zu einem Aufeinandertreffen von Mary Keitany und Tirunesh Dibaba kommt. Für alle anderen Läuferinnen, so auch für die Marathon-Weltmeisterin des vergangenen Jahres Rose Chelimo (Bahrain), wird es allerdings schwierig in die Bereiche von Keitany und Dibaba vorzustoßen.


MARATHONSTATISTIK DER MÄNNER

Die besten Zeiten aller Zeiten (Ergebnisse aus 2017 hervorgehoben)

2:02:57 Dennis Kimetto KEN Berlin 28.9.2014
2:03:03 Kenenisa Bekele ETH Berlin 26.9.2016
2:03:05 Eliud Kipchoge KEN London 24.4.2016
2:03:13 Emmanuel Mutai KEN Berlin 28.9.2014
2:03:13 Wilson Kipsang KEN Berlin 26.9.2016
2:03:23 Wilson Kipsang KEN Berlin 29.9.2013
2:03:32 Eliud Kipchoge KEN Berlin 24.9.2017
2:03:38 Patrick Makau KEN Berlin 25.9.2011
2:03:42 Wilson Kipsang KEN Frankfurt 30.10.2011
2:03:45 Dennis Kimetto KEN Chicago 13.10.2013
2:03:46 Guye Adola ETH Berlin 24.9.2017
2:03:51 Stanley Biwott KEN London 24.4.2016
2:03:52 Emmanuel Mutai KEN Chicago 13.10.2013
2:03:58 Wilson Kipsang KEN Tokio 26.2.2017
2:03:59 Haile Gebrselassie ETH Berlin 28.9.2008

Auf der nicht rekord-konformen Strecke des Boston-Marathons (Punkt-zu-Punkt-Kurs) lief am 18.4.2011 Geoffrey Mutai (KEN) 2:03:02 Stunden, sein Landsmann Moses Mosop war Zweiter mit 2:03:06.

Die schnellsten City-Marathonläufe
1. BERLIN 2:03:28,4
2. LONDON 2:04:33,8
3. DUBAI 2:04:36,1
4. CHICAGO 2:04:39,8
5. ROTTERDAM 2:04:51,5
6. AMSTERDAM 2:05:31,7
7. FRANKFURT 2:05:37,0
8. BOSTON 2:05:38,6
9. SEOUL (Frühjahr) 2:05:53,6
10. PARIS 2:05:55,2

Gewertet wird der Durchschnitt der jeweils zehn schnellsten je erzielten Zeiten des Rennens


MARATHONSTATISTIK DER FRAUEN

Die besten Zeiten aller Zeiten (Ergebnisse aus 2017 hervorgehoben)

2:15:25 Paula Radcliffe GBR London 13.4.2003
2:17:01 Mary Keitany KEN London 23.4.2017
2:17:18 Paula Radcliffe GBR Chicago 13.10.2002
2:17:42 Paula Radcliffe GBR London 17.4.2005
2:17:56 Tirunesh Dibaba ETH London 23.4.2017
2:18:31 Tirunesh Dibaba ETH Chicago 8.10.2017
2:18:37 Mary Keitany KEN London 22.4.2012
2:18:47 Catherine Ndereba KEN Chicago 7.10.2001
2:18:56 Paula Radcliffe GBR London 14.4.2002
2:18:58 Tiki Gelana ETH Rotterdam 15.4.2012
2:19:12 Mizuki Noguchi JPN Berlin 25.9.2005
2:19:19 Irina Mikitenko GER Berlin 28.9.2008
2:19:19 Mary Keitany KEN London 17.4.2011
2:19:25 Gladys Cherono KEN Berlin 27.9.2015
2:19:26 Catherine Ndereba KEN Chicago 13.10.2002

Die schnellsten City-Marathonläufe
1. LONDON 2:18:25,7
2. BERLIN 2:19:50,5
3. CHICAGO 2:20:03,5
4. DUBAI 2:20:05,5
5. BOSTON 2:21:10,6
6. PARIS 2:21:49,3
7. TOKIO 2:22:07,8
8. OSAKA 2:22:29,3
9. FRANKFURT 2:22:32,2
10. PEKING 2:22:35,7

Gewertet wird der Durchschnitt der jeweils zehn schnellsten je erzielten Zeiten des Rennens

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  • 24.06.2018: ST, 22.Int. HAGE Zirbitzkogel-Berglauf
  • 24.06.2018: NÖ, 18.Int. Ruppersthaler Weintraubenlauf
  • 24.06.2018: S, 21. Hofer Dorflauf & 2.Fuschlseehalbmarathon

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Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

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