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01.04.2019

So hast du die VCM-Strecke noch nie gesehen (Vienna City Marathon)


Menschen, Straßen, Plätze, Parks: Der Marathon als historische Sightseeingtour


Der Vienna City Marathon ist eine große Sightseeingtour, ein „Museumsbesuch in kurzen Hosen“ und auch ein Lauf auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten, großartiger Bauwerke und interessanten Plätzen. Mit dieser Streckenbeschreibung vom Start ins Ziel tauchst du ein in Geschichte und Geschichten von Wien. Beim Rennen am 7. April wirst du die Marathonstrecke mit anderen Augen sehen.

Start: Wagramer Straße / Vienna International Centre („UNO-City“), Platz der Vereinten Nationen: Wien ist neben New York, Genf und Nairobi einer der vier offiziellen Amtssitze der UNO. Das „United Nations Office Vienna“ wurde am 1. Jänner 1980 in Betrieb genommen.

Kilometer 1: Reichsbrücke: Die „Reichsstraßenbrücke“ wurde 1876 eröffnet und 1919 in „Reichsbrücke“ umbenannt. Ab 1934 wurde neu gebaut und 1937 eröffnet. Nach Beschädigungen am Ende des Zweiten Weltkrieges im Kampf um Wien 1945 wurde sie wiederhergestellt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Donaubrücken wurde die Reichsbrücke von der deutschen Wehrmacht nicht gesprengt. Von 1946 bis 1956 hieß sie „Brücke der Roten Armee“. Am 1. August 1976 stürzte die Reichsbrücke aufgrund von Materialermüdung ein. Am 8. November 1980 wurde die neue, insgesamt dritte Brücke, dem Verkehr übergeben. Ebenfalls am 1. August 1976 verunfallte Niki Lauda am Nürburgring schwer. Am 20. Mai 2001 führte zum ersten Mal der Start des Vienna City Marathon über die Reichsbrücke.

Kilometer 2: Lassallestraße: Benannt nach Ferdinand Lassalle (1825 – 1864), dem Begründer der internationalen sozialdemokratischen Bewegung. Er starb am 31. August 1864 in Genf an einer Unterleibs-Schussverletzung nach einem Duell mit Wilhelm von Dönniges.

Über den Praterstern: Der größte Kreisverkehr Wiens, offiziell benannt 1879 aufgrund der sieben sternförmig zusammenlaufenden Straßen.

Kilometer 3: Hauptallee: 4,4 km lang, vom Praterstern zum Lusthaus. Entstand 1537/38 durch Schlägerungen im Auwald. Österreichs meistbelaufene Location und einer der Ur-Schauplatz des Laufens in Wien. Ab 1820 wurde hier jährlich am 1. Mai das große „Lauferfest“ ausgetragen, ein Wettrennen mit tausenden Zuschauern, die für Tribünenplätze im Ziel Eintritt bezahlten.

Kilometer 6: Schüttelstraße: 1876 benannt nach der für die Anlegung der Uferstraße notwendigen Anschüttung.

Kilometer 7: Vorbei an der Halmgasse: Benannt nach Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch-Bellinghausen, der unter dem Pseudonym Friedrich Halm im 19. Jahrhundert einer der beliebtesten Theater-Autoren überhaupt, seine Stücke dominierten den Spielplan des Burgtheaters.

Kilometer 8: Vorbei an der Robertgasse: Benannt nach Camille Florent von Robert, dem Begründer der österreichischen Zuckerindustrie.

Kilometer 9: Aspernbrücke: Wurde 1863 errichtet, 1913 abgerissen, nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgebaut, 1945 von den Nazis gesprengt und 1951 wiedereröffnet.

Stubenring: Der einzige Bereich der Ringstraße, in dem noch secessionistische Gebäude existieren.

Vorbei an der Weiskirchnerstraße: Benannt nach Richard Weiskirchner, von 1913 bis 1919 Wiener Bürgermeister.

Stadtpark: Der an Denkmälern und Skulpturen reichste Park Wiens. Hier stehen Denkmäler von Johann Strauß Sohn, Franz Schubert, Franz Lehar, Robert Stolz, Hans Makart, Anton Bruckner und von Andreas Zelinka, unter dessen Bürgermeisterschaft der Stadtpark gestaltet wurde. Kopien des Strauß-Denkmals stehen übrigens in Osaka, Kunming und Havanna.

Vorbei am Theodor-Herzl-Platz: Benannt nach Theodor Herzl. Die Gründung des Staates Israel geht auf das Gedankengut von Herzl zurück, der bis 1949 auf dem Döblinger Friedhof begraben war, ehe seine sterblichen Überreste nach Jerusalem überführt wurden.

Kilometer 10: Vorbei an der Himmelpfortgasse: Hier wirkten u.a. Mozart, Beethoven, Richard Strauß, Carl Maria von Weber, Hugo von Hofmannsthal. Im Winterpalais von Prinz Eugen ist heute das Finanzministerium untergebracht.

Vorbei am Schwarzenbergplatz: Benannt nach Feldmarschall Karl Philipp Schwarzenberg. 1904 auf das heutige Ausmaß erweitert. Der Hochstrahlbrunnen wurde 1873 im Beisein von Kaiser Franz Joseph aus Anlass der Eröffnung der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung in Betrieb genommen. Von 1946 bis 1956 hieß der südliche Teil des Platzes „Stalinplatz“. 1978 eröffnete am Schwarzenbergplatz die erste österreichische McDonald’s-Filiale.

Opernring, vorbei an der Staatsoper: Blieb bis zum 12. März 1945 von Bombentreffern verschont, ehe sie durch einen Brand nach einem Fliegerangriff bis auf die Hauptmauern und das große Stiegenhaus am Ring zerstört wurde. Am 5. November 1955 wurde die Staatsoper mit „Fidelio“ unter Karl Böhm wiedereröffnet. Unter den Besuchern war auch US-Außenminister John F. Dulles, nach dem der Flughafen von Washington D.C. benannt ist.

Kilometer 11: Friedrichstraße, vorbei an der Secession: Das Ausstellungsgebäude der Künstlervereinigung „Secession“ beherbergt den weltberühmten „Beethovenfries“ von Gustav Klimt. Über dem Eingang prangt der bekannte Spruch „Der Zeit ihre Kunst – der Kunst ihre Freiheit“.

Linke Wienzeile, vorbei am Theater an der Wien: Hier erfolgten die deutschsprachigen Erstaufführungen der Musicals „Cats“ und „Phantom der Oper“. Seit 2006 ist das Theater an der Wien neben der Staats- und der Volksoper Wiens drittes Opernhaus.

Vorbei am Naschmarkt: Der seit 1774 bestehende Naschmarkt ist mit 2,3 Hektar der größte Detailmarkt Wiens. In der jetzigen Form wurde er von Otto Wagner geplant und 1916 eröffnet.

Kilometer 12: Entlang des Wien-Flusses. „Die Wien“ fließt durch neun Bezirke und ist mit 34 Kilometern Länge der größte Wiener Donauzubringer.

Kilometer 13: Im Keller der Berufsschule Mollardgasse verbirgt sich ein besonderes Museum: Das Sanitärhistorische Museum. Neben Waschbecken und Toiletten ist auch das Auftragsbuch eines Installateurs ausgestellt, zu dessen Kunden auch Sigmund Freud zählte.

Kilometer 15: Vorbei an der Anschützgasse. Benannt nach Heinrich Anschütz, der von 1821 bis 1864 dem Verband des Hofburgtheaters angehörte. Anschütz hielt bei der Beerdigung von Ludwig van Beethoven die von Franz Grillparzer verfasste Grabrede.

Erste Staffelübergabestelle im Bereich der U-Bahn Station Schönbrunn.

Vorbei an Schloss Schönbrunn: Mit rund sechs Millionen Besuchern im Jahr die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Wiens. Der Name soll übrigens auf Matthias, Erzherzog von Österreich (1557 – 1619) zurückgehen, auf dem Gelände eine artesische Quelle entdeckt und gesagt haben soll: „Welch schöner Brunn“.

Kilometer 16: Auer-Welsbach-Park: Benannt nach dem Chemiker Carl Auer von Welsbach, den Erfinder des Glühstrumpfs in Gaslaternen. 1890 wurde er im Stil eines englischen Landschaftsgartens als Gegensatz zum barocken Schönbrunner Schlossparks angelegt.

Radisson Blu Park Royal Palace: Das Hotel, in dem die Topathleten untergebracht sind. Abbiegen ist an dieser Stelle verboten. : )

Mariahilfer Straße: 1897 benannt nach der ehemaligen Vorstadt Mariahilf. Davor hieß sie Kremser Straße, Bayrische Landstraße, Laimgrubner Hauptstraße, Mariahilfer Hauptstraße, Fünfhauser Hauptstraße, Penzinger Straße, Penzinger Poststraße und Schönbrunner Straße. Ihre Geschichte lässt sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen.

Vorbei am Technischen Museum: Zum 60-jährigen Jubiläum des Amtsantritts von Kaiser Franz Joseph I. wurde 1908 beschlossen, ein „Technisches Museum für Industrie und Gewerbe“ zu errichten. Eröffnet wurde es am 6. Mai 1918, also eineinhalb Jahre nach seinem Tod. Im TMW ist übrigens auch eine der größten österreichischen Sammlungen historischer Musikinstrumente untergebracht.

Vorbei an der Denglergasse: Benannt nach Johann Franz Dengler. Der Bayer eröffnete hier eine Bierhalle, in der auch Johann Strauß Sohn und Josef Lanner mit ihren Kapellen musizierten.

Vorbei an der Turnergasse: In den 1860er-Jahren schlicht und einfach nach dem Aufschwung des Turnsports in Wien benannt.

Kilometer 18: Vorbei an der Gerstnerstraße: Benannt nach Franz Anton von Gerstner. Er baute die erste österreichische Eisenbahn (Pferdebahn Linz – Budweis) und die erste russische Linie (Petersburg – Pawlowsk).

Vorbei am Westbahnhof , über den Europaplatz: Einst ein Knotenpunkt von europäischer Bedeutung (z.B. wurde der Orient-Express über Wien geführt), ist der Westbahnhof heute ein Regionalbahnhof. Der Europaplatz (benannt 1958) dokumentiert den von Bürgermeister Franz Jonas propagierten Europagedanken.

Kilometer 19: Vorbei an der Zollergasse: Benannt nach Michael von Zollern. Der Tuchhändler (1665 – 1756) gründete die Schulstiftung für arme Kinder (Zollerschule).

Vorbei an der Stiftskaserne: Auf dem weitläufigen Acker errichtete Johann Konrad Richthausen Freiherr von Chaos 1656 ein Haus, das als Sommerheim für Waisenkinder diente. 1696 wurde um ein Spital erweitert, später entstand die Ingenieurschule und -akademie, 1739 wurde der Grundstein für die Stiftkirche gelegt. Weitere Zubauten folgten, der Komplex wurde zu einer Kaserne. 1943/44 wurde im Akademiehof ein Flakturm errichtet, nach dem Krieg war die Stiftskaserne den US-Truppen zugeordnet. Ab 1955 belegten österreichische Soldaten die Kaserne, 1967 entstand die Landesverteidigungsakademie.

Vorbei an der Karl-Schweighofer-Gasse: Benannt nach dem Klavierfabrikanten Karl Schweighofer. An der 100-Jahr-Jubiläumsfeier der Firma 1892 nahm auch Johannes Brahms teil.

Kilometer 20: Maria-Theresien-Platz mit dem Naturhistorischen und dem Kunsthistorischen Museum: Wenige Meter vom Marathon-Ziel entfernt und doch noch 22 Kilometer weit weg. Das Denkmal Maria Theresias wurde 1888 enthüllt, die Museen 1889 (Natur) und 1891 (Kunst) eröffnet.

Museums-Platz: Vorbei am MuseumsQuartier: 1725 als kaiserliche Hofstallungen angelegt, wurden die Gebäude 1922 zum Messepalast. 1998 begannen die Umbauarbeiten für das MuseumsQuartier, das 2001 eröffnet wurde und auf 90.000 m² neun Kultureinrichtungen beherbergt.

Arthur-Schnitzler-Platz: Vorbei am Volkstheater: Das Volkstheater wurde am 14. September 1889 mit der Uraufführung von Ludwig Anzengrubers „Der Fleck auf der Ehr‘“ eröffnet. In der Nazizeit war das Theater das Sprechtheater der Deutschen Arbeitsfront. Nach Kriegsende folgte die Umgestaltung zu einem echten Ensembletheater. Unzählige Ur- und Erstaufführungen von Schnitzler über Ibsen bis Hemingway und Turrini fanden hier statt.

Auerspergstraße: Vorbei an der Doblhoffgasse: Als 1968 der „Prager Frühling“ am 21. August blutig niedergeschlagen wurde, trafen aus der Tschechoslowakei tausende Flüchtlinge in Wien ein. Sie wurden an der Auerspergstraße in vorübergehend unbenützten Geschäftslokalen bei der Doblhoffgasse betreut.

Kilometer 21: Friedrich-Schmidt-Platz: Vorbei am Rathaus: Benannt nach dem Architekten des Wiener Rathauses. Halbmarathondistanz!

Landesgerichtsstraße: Vorbei am Landesgericht für Strafsachen, im Volksmund als „Landl“ oder „Graues Haus“ bezeichnet, das 1831 bis 1839 erbaut wurde. Die ersten Häftlinge sollen ein Bauführer und ein Dachdecker gewesen sein, die betrügerische Rechnungen gelegt hatten.

Universitätsstraße: Vorbei am Sigmund-Freud-Park: Die Grünflächen wurden in den 1870er-Jahren gestaltet. 1984 wurde der Bereich hin zum Ring nach Sigmund Freud benannt.

Zweite Staffelübergabestelle im Bereich des Neuen Instituts Gebäudes der Universität Wien.

Kilometer 22: Liechtensteinstraße: Vorbei an der Hörlgasse. Benannt nach Josef Georg Hörl. Er war von 16. Februar 1773 bis 30. Oktober 1804 Bürgermeister von Wien und ist bis heute das längst dienende Stadt-Oberhaupt. In seine Amtszeit fielen etwa der Bau des Allgemeinen Krankenhauses, die Schaffung des Stephansplatzes sowie die Eröffnungen von Burgtheater, Theater in der Josefstadt und Theater an der Wien.

Vorbei an der Berggasse: Im Haus Nummer 19 lebte und arbeitete jahrzehntelang Sigmund Freud. Seit 1971 befindet sich in der ehemaligen Praxis das Sigmund Freud Museum.

Kilometer 23: Vorbei an der Strudlhofgasse: Diese führt zur Strudlhofstiege, die durch den gleichnamigen Roman von Heimito von Doderer weltberühmt wurde.

Alserbachstraße: Vorbei am Palais Liechtenstein: Im Besitz des Fürsten von und zu Liechtenstein. Bis 2011 befand sich dort das inzwischen geschlossene Liechtenstein Museum. Die Kollektion gilt als eine der größten Privatsammlungen der Welt.

In der Liechtensteinstraße, Ecke Alserbachstraße geht es vorbei am Schubertbrunnen. Dieser denkmalgeschützte Brunnen wurde 1928 enthüllt. In Auftrag gegeben vom Wiener Schubertbund wurde er von Architekt Franz Matuschek und Bildhauer Theodor Stundl errichtet. Am 7. April 2019 wird hier der 1500. Marathonkilometer seit Gründung der Veranstaltung im Jahr 1984 vollendet.

Kilometer 25: Obere Donaustraße: Vorbei am Wilhelm-Kienzl-Park. 1951 benannt nach dem Komponisten und Opernkapellmeister Wilhelm Kienzl. Er komponierte die Nationalhymne der Ersten Republik.

Kilometer 26: Praterstraße: Vorbei am Nestroyplatz: Hier befand sich von 1781 bis 1847 mit dem Leopoldstädter Theater eine der wichtigsten Wiener Volksbühnen, u.a. trat Ferdinand Raimund hier auf. Ab 1847 hieß es Carl-Theater, die Leitung hatte von 1854 bis 1860 Johann Nestroy inne. 1929 wurde das Theater geschlossen, 1951, nachdem es im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen worden war, abgetragen.

Vorbei an der Wohnung von Johann Strauß Sohn: In der Praterstraße 54 wohnte der Komponist und Dirigent von 1863 bis 1870. Hier entstand das Opus 314, besser bekannt als Walzer „An der schönen blauen Donau“.

Kilometer 28: Hauptallee: Vorbei an der Rotundenallee: Benannt nach der Rotunde, die bei der Weltausstellung 1873 mit einer Höhe von 84 Metern und 108 Metern Durchmesser das zentrale Gebäude darstellte. Am 17. September 1937 wurde sie durch einen Großbrand völlig zerstört.

Kilometer 29: Meiereistraße: Benannt nach einer ehemaligen Meierei, die durch regelmäßige Besuche von Kaiserin Elisabeth bekannt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Vorbei am LAZ – Leichtathletik-Zentrum Wien, ehemals „Cricket Platz“. Hier ist der Kenianer Henry Rono am 11. Juni 1978 in 27:22,47 Minuten Weltrekord über 10.000 Meter gelaufen.

Kilometer 30: Vorbei am Ernst-Happel-Stadion. Das ehemalige Praterstadion wurde am 11. Juli 1931 mit einem Spiel zwischen Arbeiterfußball-Auswahlen aus Wien und Niederösterreich eröffnet. Eine Woche später fand die Arbeiter-Olympiade statt, bei der 25.000 Sportler antraten. 1993 wurde die Arena in Ernst-Happel-Stadion umbenannt.

Kilometer 32: Vorbei am Heustadlwasser. Benannt nach einem für die Wildfütterung gedachten Heustadel. Das parallel zur Hauptallee verlaufende Gewässer ist ein Rest des alten Donaukanals.

Kilometer 33: Rund um das Lusthaus. Das Lusthaus wurde vermutlich bereits um 1555 erbaut. 1781 bis 1783 wurde es neu errichtet und entwickelte sich zu einem Nobelrestaurant. Heute ist es ein Cafe-Restaurant.

Kilometer 36: Rustenschacherallee: Hier lag das Atelier des berühmten Bildhauers Fritz Wotruba.

Vorbei an der Friedensgasse: 1876 benannt nach dem Friedensfest im Prater während des Wiener Kongresses zur Feier der Beendigung der Napoleonischen Herrschaft in Europa.

Kilometer 37: Vorbei an der Sellenygasse: Benannt nach Joseph Selleny. Er begleitete als Landschaftsmaler die Fregatte „Novara“ auf deren Weltreise und Erzherzog Maximilian nach Brasilien. Von Selleny, der auch der Zeichenlehrer von Kronprinz Rudolf war, stammt der Entwurf für den Stadtpark.

Kilometer 38: Vivariumstraße: Im Vivarium (davor Aquarium) wurde von drei jungen, jüdischen Wissenschaftlern eine Biologische Versuchsanstalt gegründet, es wurde in modernen Labors interdisziplinär und international gearbeitet. Gastforscherinnen und Gastforscher kamen aus aller Welt nach Wien, um mitzuarbeiten oder sich etwas abzuschauen. Eine Besonderheit war auch, dass dort Frauen forschen konnten, denen dies an der Universität verwehrt wurde. 1938 begann die Zerstörung des Instituts. Beim Praterbrand 1945 wurde auch das Vivarium zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Kilometer 39: Parkring: Gehörte im Mittelalter noch zur Vorstadt. Der Parkring weist nur gerade Hausnummern auf, da die zentrumsfernere Straßenseite zur Gänze vom Stadtpark gesäumt wird.

Kilometer 40: Vorbei am Gartenbaukino: 1919 eröffnet ist es eines der ältesten Kinos Wiens und seit 1973 Hauptschauplatz der Viennale. Immer wieder finden Österreich-Premieren hier statt, so etwa 1960 „Spartacus“, zu der auch Hauptdarsteller Kirk Douglas anreiste. 2013 kam Tom Cruise zur deutschsprachigen Premiere von „Oblivion“ im Gartenbaukino.

Vorbei am Max-Weiler-Platz: Einer der jüngeren Plätze Wiens, er wurde 2003 nach dem Maler Max Weiler benannt.

Kilometer 41: Opernring: Vorbei am Goethe-Denkmal: Die 5,55 Meter hohe Skulptur wurde auf Kosten des Wiener Goethe-Vereins errichtet und 1900 enthüllt. Sie steht auf der gegenüberliegenden Seite des bereits 1876 errichteten Schiller-Denkmals.

Burgring: Vorbei am Burggarten: Die Anlage wurde 1818 als Privatgarten von Kaiser Franz, der ausgebildeter Gärtner war, selbst mitgestaltet. Seit 1901 ist der Burggarten mit dem Palmen- und Schmetterlingshaus öffentlich zugänglich.

Vorbei am Heldenplatz: Der Platz erlebte Licht und Schatten, eine Auswahl: 1932 lauschten tausende Menschen der Radioübertragung aus öffentlichen Lautsprechern, gespielt wurde das Ländermatch England – Österreich in London; 1938 verkündete Hitler vom Balkon der Neuen Burg aus den „Anschluss“; 1946 hielten die Alliierten ihre Siegesparade ab; 1972 wurde Karl Schranz nach dem Olympia-Ausschluss bejubelt; 1983 feierte Papst Johannes Paul II. eine „Europavesper“; 1984 endete der 1. Wiener Frühlingsmarathon am Heldenplatz; 1993 kamen 250.000 Menschen zum „Lichtermeer“ gegen Rassismus; 1998 nahm Johannes Paul II. am Heldenplatz Seligsprechungen vor; 2008 war der Heldenplatz während der Fußball-EM offizielle Fanzone. In den Jahren 1984 bis 1989 und von 2003 bis 2015 war der Heldenplatz Ziel des Vienna City Marathon.

Kilometer 42: Dr. Karl Renner-Ring: Vorbei am Parlament, das derzeit renoviert wird: Die Grundsteinlegung für das heutige Parlamentsgebäude erfolgte am 2. September 1874. Erstmals wurde in Wien ein größerer Bau nicht in Klaftern, sondern in Metern geplant. Die ersten Plenarsitzungen fanden 1883 statt. Der Giebel des Parlaments zeigt noch heute Symbole der 17 Kronländer der Monarchie.

Ins Ziel vor dem Burgtheater: Im Oktober 1888 eröffnete das Wiener Burgtheater. Es gilt als eine der bedeutendsten Bühnen Europas und ist das größte deutschsprachige Sprechtheater. Ältere Namen des Burgtheaters waren k.k. Theater nächst der Burg und danach bis 1918 k.k. Hof-Burgtheater.

VCM News. Text: Manfred Polt

Im Original hier erschienen: So hast du die VCM-Strecke noch nie gesehen


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Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

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Ich bin ein begeisteter Runplugger seit fast 30 Jahren. Seit der Zeit, als der Sony Walkman Mitte der Achtziger mein Geniesserleben (und ich führe eines) verändert hat. Lasst Euch überraschen, welche Audiofiles wir für Euch parat haben und wie lässig ihr das mit Eurer Lieblingsmusik mischen könnt. Download: http://www.runplugged.com/app

Christian Drastil, Runplugged

01.04.2019

So hast du die VCM-Strecke noch nie gesehen (Vienna City Marathon)


Menschen, Straßen, Plätze, Parks: Der Marathon als historische Sightseeingtour


Der Vienna City Marathon ist eine große Sightseeingtour, ein „Museumsbesuch in kurzen Hosen“ und auch ein Lauf auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten, großartiger Bauwerke und interessanten Plätzen. Mit dieser Streckenbeschreibung vom Start ins Ziel tauchst du ein in Geschichte und Geschichten von Wien. Beim Rennen am 7. April wirst du die Marathonstrecke mit anderen Augen sehen.

Start: Wagramer Straße / Vienna International Centre („UNO-City“), Platz der Vereinten Nationen: Wien ist neben New York, Genf und Nairobi einer der vier offiziellen Amtssitze der UNO. Das „United Nations Office Vienna“ wurde am 1. Jänner 1980 in Betrieb genommen.

Kilometer 1: Reichsbrücke: Die „Reichsstraßenbrücke“ wurde 1876 eröffnet und 1919 in „Reichsbrücke“ umbenannt. Ab 1934 wurde neu gebaut und 1937 eröffnet. Nach Beschädigungen am Ende des Zweiten Weltkrieges im Kampf um Wien 1945 wurde sie wiederhergestellt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Donaubrücken wurde die Reichsbrücke von der deutschen Wehrmacht nicht gesprengt. Von 1946 bis 1956 hieß sie „Brücke der Roten Armee“. Am 1. August 1976 stürzte die Reichsbrücke aufgrund von Materialermüdung ein. Am 8. November 1980 wurde die neue, insgesamt dritte Brücke, dem Verkehr übergeben. Ebenfalls am 1. August 1976 verunfallte Niki Lauda am Nürburgring schwer. Am 20. Mai 2001 führte zum ersten Mal der Start des Vienna City Marathon über die Reichsbrücke.

Kilometer 2: Lassallestraße: Benannt nach Ferdinand Lassalle (1825 – 1864), dem Begründer der internationalen sozialdemokratischen Bewegung. Er starb am 31. August 1864 in Genf an einer Unterleibs-Schussverletzung nach einem Duell mit Wilhelm von Dönniges.

Über den Praterstern: Der größte Kreisverkehr Wiens, offiziell benannt 1879 aufgrund der sieben sternförmig zusammenlaufenden Straßen.

Kilometer 3: Hauptallee: 4,4 km lang, vom Praterstern zum Lusthaus. Entstand 1537/38 durch Schlägerungen im Auwald. Österreichs meistbelaufene Location und einer der Ur-Schauplatz des Laufens in Wien. Ab 1820 wurde hier jährlich am 1. Mai das große „Lauferfest“ ausgetragen, ein Wettrennen mit tausenden Zuschauern, die für Tribünenplätze im Ziel Eintritt bezahlten.

Kilometer 6: Schüttelstraße: 1876 benannt nach der für die Anlegung der Uferstraße notwendigen Anschüttung.

Kilometer 7: Vorbei an der Halmgasse: Benannt nach Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch-Bellinghausen, der unter dem Pseudonym Friedrich Halm im 19. Jahrhundert einer der beliebtesten Theater-Autoren überhaupt, seine Stücke dominierten den Spielplan des Burgtheaters.

Kilometer 8: Vorbei an der Robertgasse: Benannt nach Camille Florent von Robert, dem Begründer der österreichischen Zuckerindustrie.

Kilometer 9: Aspernbrücke: Wurde 1863 errichtet, 1913 abgerissen, nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgebaut, 1945 von den Nazis gesprengt und 1951 wiedereröffnet.

Stubenring: Der einzige Bereich der Ringstraße, in dem noch secessionistische Gebäude existieren.

Vorbei an der Weiskirchnerstraße: Benannt nach Richard Weiskirchner, von 1913 bis 1919 Wiener Bürgermeister.

Stadtpark: Der an Denkmälern und Skulpturen reichste Park Wiens. Hier stehen Denkmäler von Johann Strauß Sohn, Franz Schubert, Franz Lehar, Robert Stolz, Hans Makart, Anton Bruckner und von Andreas Zelinka, unter dessen Bürgermeisterschaft der Stadtpark gestaltet wurde. Kopien des Strauß-Denkmals stehen übrigens in Osaka, Kunming und Havanna.

Vorbei am Theodor-Herzl-Platz: Benannt nach Theodor Herzl. Die Gründung des Staates Israel geht auf das Gedankengut von Herzl zurück, der bis 1949 auf dem Döblinger Friedhof begraben war, ehe seine sterblichen Überreste nach Jerusalem überführt wurden.

Kilometer 10: Vorbei an der Himmelpfortgasse: Hier wirkten u.a. Mozart, Beethoven, Richard Strauß, Carl Maria von Weber, Hugo von Hofmannsthal. Im Winterpalais von Prinz Eugen ist heute das Finanzministerium untergebracht.

Vorbei am Schwarzenbergplatz: Benannt nach Feldmarschall Karl Philipp Schwarzenberg. 1904 auf das heutige Ausmaß erweitert. Der Hochstrahlbrunnen wurde 1873 im Beisein von Kaiser Franz Joseph aus Anlass der Eröffnung der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung in Betrieb genommen. Von 1946 bis 1956 hieß der südliche Teil des Platzes „Stalinplatz“. 1978 eröffnete am Schwarzenbergplatz die erste österreichische McDonald’s-Filiale.

Opernring, vorbei an der Staatsoper: Blieb bis zum 12. März 1945 von Bombentreffern verschont, ehe sie durch einen Brand nach einem Fliegerangriff bis auf die Hauptmauern und das große Stiegenhaus am Ring zerstört wurde. Am 5. November 1955 wurde die Staatsoper mit „Fidelio“ unter Karl Böhm wiedereröffnet. Unter den Besuchern war auch US-Außenminister John F. Dulles, nach dem der Flughafen von Washington D.C. benannt ist.

Kilometer 11: Friedrichstraße, vorbei an der Secession: Das Ausstellungsgebäude der Künstlervereinigung „Secession“ beherbergt den weltberühmten „Beethovenfries“ von Gustav Klimt. Über dem Eingang prangt der bekannte Spruch „Der Zeit ihre Kunst – der Kunst ihre Freiheit“.

Linke Wienzeile, vorbei am Theater an der Wien: Hier erfolgten die deutschsprachigen Erstaufführungen der Musicals „Cats“ und „Phantom der Oper“. Seit 2006 ist das Theater an der Wien neben der Staats- und der Volksoper Wiens drittes Opernhaus.

Vorbei am Naschmarkt: Der seit 1774 bestehende Naschmarkt ist mit 2,3 Hektar der größte Detailmarkt Wiens. In der jetzigen Form wurde er von Otto Wagner geplant und 1916 eröffnet.

Kilometer 12: Entlang des Wien-Flusses. „Die Wien“ fließt durch neun Bezirke und ist mit 34 Kilometern Länge der größte Wiener Donauzubringer.

Kilometer 13: Im Keller der Berufsschule Mollardgasse verbirgt sich ein besonderes Museum: Das Sanitärhistorische Museum. Neben Waschbecken und Toiletten ist auch das Auftragsbuch eines Installateurs ausgestellt, zu dessen Kunden auch Sigmund Freud zählte.

Kilometer 15: Vorbei an der Anschützgasse. Benannt nach Heinrich Anschütz, der von 1821 bis 1864 dem Verband des Hofburgtheaters angehörte. Anschütz hielt bei der Beerdigung von Ludwig van Beethoven die von Franz Grillparzer verfasste Grabrede.

Erste Staffelübergabestelle im Bereich der U-Bahn Station Schönbrunn.

Vorbei an Schloss Schönbrunn: Mit rund sechs Millionen Besuchern im Jahr die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Wiens. Der Name soll übrigens auf Matthias, Erzherzog von Österreich (1557 – 1619) zurückgehen, auf dem Gelände eine artesische Quelle entdeckt und gesagt haben soll: „Welch schöner Brunn“.

Kilometer 16: Auer-Welsbach-Park: Benannt nach dem Chemiker Carl Auer von Welsbach, den Erfinder des Glühstrumpfs in Gaslaternen. 1890 wurde er im Stil eines englischen Landschaftsgartens als Gegensatz zum barocken Schönbrunner Schlossparks angelegt.

Radisson Blu Park Royal Palace: Das Hotel, in dem die Topathleten untergebracht sind. Abbiegen ist an dieser Stelle verboten. : )

Mariahilfer Straße: 1897 benannt nach der ehemaligen Vorstadt Mariahilf. Davor hieß sie Kremser Straße, Bayrische Landstraße, Laimgrubner Hauptstraße, Mariahilfer Hauptstraße, Fünfhauser Hauptstraße, Penzinger Straße, Penzinger Poststraße und Schönbrunner Straße. Ihre Geschichte lässt sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen.

Vorbei am Technischen Museum: Zum 60-jährigen Jubiläum des Amtsantritts von Kaiser Franz Joseph I. wurde 1908 beschlossen, ein „Technisches Museum für Industrie und Gewerbe“ zu errichten. Eröffnet wurde es am 6. Mai 1918, also eineinhalb Jahre nach seinem Tod. Im TMW ist übrigens auch eine der größten österreichischen Sammlungen historischer Musikinstrumente untergebracht.

Vorbei an der Denglergasse: Benannt nach Johann Franz Dengler. Der Bayer eröffnete hier eine Bierhalle, in der auch Johann Strauß Sohn und Josef Lanner mit ihren Kapellen musizierten.

Vorbei an der Turnergasse: In den 1860er-Jahren schlicht und einfach nach dem Aufschwung des Turnsports in Wien benannt.

Kilometer 18: Vorbei an der Gerstnerstraße: Benannt nach Franz Anton von Gerstner. Er baute die erste österreichische Eisenbahn (Pferdebahn Linz – Budweis) und die erste russische Linie (Petersburg – Pawlowsk).

Vorbei am Westbahnhof , über den Europaplatz: Einst ein Knotenpunkt von europäischer Bedeutung (z.B. wurde der Orient-Express über Wien geführt), ist der Westbahnhof heute ein Regionalbahnhof. Der Europaplatz (benannt 1958) dokumentiert den von Bürgermeister Franz Jonas propagierten Europagedanken.

Kilometer 19: Vorbei an der Zollergasse: Benannt nach Michael von Zollern. Der Tuchhändler (1665 – 1756) gründete die Schulstiftung für arme Kinder (Zollerschule).

Vorbei an der Stiftskaserne: Auf dem weitläufigen Acker errichtete Johann Konrad Richthausen Freiherr von Chaos 1656 ein Haus, das als Sommerheim für Waisenkinder diente. 1696 wurde um ein Spital erweitert, später entstand die Ingenieurschule und -akademie, 1739 wurde der Grundstein für die Stiftkirche gelegt. Weitere Zubauten folgten, der Komplex wurde zu einer Kaserne. 1943/44 wurde im Akademiehof ein Flakturm errichtet, nach dem Krieg war die Stiftskaserne den US-Truppen zugeordnet. Ab 1955 belegten österreichische Soldaten die Kaserne, 1967 entstand die Landesverteidigungsakademie.

Vorbei an der Karl-Schweighofer-Gasse: Benannt nach dem Klavierfabrikanten Karl Schweighofer. An der 100-Jahr-Jubiläumsfeier der Firma 1892 nahm auch Johannes Brahms teil.

Kilometer 20: Maria-Theresien-Platz mit dem Naturhistorischen und dem Kunsthistorischen Museum: Wenige Meter vom Marathon-Ziel entfernt und doch noch 22 Kilometer weit weg. Das Denkmal Maria Theresias wurde 1888 enthüllt, die Museen 1889 (Natur) und 1891 (Kunst) eröffnet.

Museums-Platz: Vorbei am MuseumsQuartier: 1725 als kaiserliche Hofstallungen angelegt, wurden die Gebäude 1922 zum Messepalast. 1998 begannen die Umbauarbeiten für das MuseumsQuartier, das 2001 eröffnet wurde und auf 90.000 m² neun Kultureinrichtungen beherbergt.

Arthur-Schnitzler-Platz: Vorbei am Volkstheater: Das Volkstheater wurde am 14. September 1889 mit der Uraufführung von Ludwig Anzengrubers „Der Fleck auf der Ehr‘“ eröffnet. In der Nazizeit war das Theater das Sprechtheater der Deutschen Arbeitsfront. Nach Kriegsende folgte die Umgestaltung zu einem echten Ensembletheater. Unzählige Ur- und Erstaufführungen von Schnitzler über Ibsen bis Hemingway und Turrini fanden hier statt.

Auerspergstraße: Vorbei an der Doblhoffgasse: Als 1968 der „Prager Frühling“ am 21. August blutig niedergeschlagen wurde, trafen aus der Tschechoslowakei tausende Flüchtlinge in Wien ein. Sie wurden an der Auerspergstraße in vorübergehend unbenützten Geschäftslokalen bei der Doblhoffgasse betreut.

Kilometer 21: Friedrich-Schmidt-Platz: Vorbei am Rathaus: Benannt nach dem Architekten des Wiener Rathauses. Halbmarathondistanz!

Landesgerichtsstraße: Vorbei am Landesgericht für Strafsachen, im Volksmund als „Landl“ oder „Graues Haus“ bezeichnet, das 1831 bis 1839 erbaut wurde. Die ersten Häftlinge sollen ein Bauführer und ein Dachdecker gewesen sein, die betrügerische Rechnungen gelegt hatten.

Universitätsstraße: Vorbei am Sigmund-Freud-Park: Die Grünflächen wurden in den 1870er-Jahren gestaltet. 1984 wurde der Bereich hin zum Ring nach Sigmund Freud benannt.

Zweite Staffelübergabestelle im Bereich des Neuen Instituts Gebäudes der Universität Wien.

Kilometer 22: Liechtensteinstraße: Vorbei an der Hörlgasse. Benannt nach Josef Georg Hörl. Er war von 16. Februar 1773 bis 30. Oktober 1804 Bürgermeister von Wien und ist bis heute das längst dienende Stadt-Oberhaupt. In seine Amtszeit fielen etwa der Bau des Allgemeinen Krankenhauses, die Schaffung des Stephansplatzes sowie die Eröffnungen von Burgtheater, Theater in der Josefstadt und Theater an der Wien.

Vorbei an der Berggasse: Im Haus Nummer 19 lebte und arbeitete jahrzehntelang Sigmund Freud. Seit 1971 befindet sich in der ehemaligen Praxis das Sigmund Freud Museum.

Kilometer 23: Vorbei an der Strudlhofgasse: Diese führt zur Strudlhofstiege, die durch den gleichnamigen Roman von Heimito von Doderer weltberühmt wurde.

Alserbachstraße: Vorbei am Palais Liechtenstein: Im Besitz des Fürsten von und zu Liechtenstein. Bis 2011 befand sich dort das inzwischen geschlossene Liechtenstein Museum. Die Kollektion gilt als eine der größten Privatsammlungen der Welt.

In der Liechtensteinstraße, Ecke Alserbachstraße geht es vorbei am Schubertbrunnen. Dieser denkmalgeschützte Brunnen wurde 1928 enthüllt. In Auftrag gegeben vom Wiener Schubertbund wurde er von Architekt Franz Matuschek und Bildhauer Theodor Stundl errichtet. Am 7. April 2019 wird hier der 1500. Marathonkilometer seit Gründung der Veranstaltung im Jahr 1984 vollendet.

Kilometer 25: Obere Donaustraße: Vorbei am Wilhelm-Kienzl-Park. 1951 benannt nach dem Komponisten und Opernkapellmeister Wilhelm Kienzl. Er komponierte die Nationalhymne der Ersten Republik.

Kilometer 26: Praterstraße: Vorbei am Nestroyplatz: Hier befand sich von 1781 bis 1847 mit dem Leopoldstädter Theater eine der wichtigsten Wiener Volksbühnen, u.a. trat Ferdinand Raimund hier auf. Ab 1847 hieß es Carl-Theater, die Leitung hatte von 1854 bis 1860 Johann Nestroy inne. 1929 wurde das Theater geschlossen, 1951, nachdem es im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen worden war, abgetragen.

Vorbei an der Wohnung von Johann Strauß Sohn: In der Praterstraße 54 wohnte der Komponist und Dirigent von 1863 bis 1870. Hier entstand das Opus 314, besser bekannt als Walzer „An der schönen blauen Donau“.

Kilometer 28: Hauptallee: Vorbei an der Rotundenallee: Benannt nach der Rotunde, die bei der Weltausstellung 1873 mit einer Höhe von 84 Metern und 108 Metern Durchmesser das zentrale Gebäude darstellte. Am 17. September 1937 wurde sie durch einen Großbrand völlig zerstört.

Kilometer 29: Meiereistraße: Benannt nach einer ehemaligen Meierei, die durch regelmäßige Besuche von Kaiserin Elisabeth bekannt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Vorbei am LAZ – Leichtathletik-Zentrum Wien, ehemals „Cricket Platz“. Hier ist der Kenianer Henry Rono am 11. Juni 1978 in 27:22,47 Minuten Weltrekord über 10.000 Meter gelaufen.

Kilometer 30: Vorbei am Ernst-Happel-Stadion. Das ehemalige Praterstadion wurde am 11. Juli 1931 mit einem Spiel zwischen Arbeiterfußball-Auswahlen aus Wien und Niederösterreich eröffnet. Eine Woche später fand die Arbeiter-Olympiade statt, bei der 25.000 Sportler antraten. 1993 wurde die Arena in Ernst-Happel-Stadion umbenannt.

Kilometer 32: Vorbei am Heustadlwasser. Benannt nach einem für die Wildfütterung gedachten Heustadel. Das parallel zur Hauptallee verlaufende Gewässer ist ein Rest des alten Donaukanals.

Kilometer 33: Rund um das Lusthaus. Das Lusthaus wurde vermutlich bereits um 1555 erbaut. 1781 bis 1783 wurde es neu errichtet und entwickelte sich zu einem Nobelrestaurant. Heute ist es ein Cafe-Restaurant.

Kilometer 36: Rustenschacherallee: Hier lag das Atelier des berühmten Bildhauers Fritz Wotruba.

Vorbei an der Friedensgasse: 1876 benannt nach dem Friedensfest im Prater während des Wiener Kongresses zur Feier der Beendigung der Napoleonischen Herrschaft in Europa.

Kilometer 37: Vorbei an der Sellenygasse: Benannt nach Joseph Selleny. Er begleitete als Landschaftsmaler die Fregatte „Novara“ auf deren Weltreise und Erzherzog Maximilian nach Brasilien. Von Selleny, der auch der Zeichenlehrer von Kronprinz Rudolf war, stammt der Entwurf für den Stadtpark.

Kilometer 38: Vivariumstraße: Im Vivarium (davor Aquarium) wurde von drei jungen, jüdischen Wissenschaftlern eine Biologische Versuchsanstalt gegründet, es wurde in modernen Labors interdisziplinär und international gearbeitet. Gastforscherinnen und Gastforscher kamen aus aller Welt nach Wien, um mitzuarbeiten oder sich etwas abzuschauen. Eine Besonderheit war auch, dass dort Frauen forschen konnten, denen dies an der Universität verwehrt wurde. 1938 begann die Zerstörung des Instituts. Beim Praterbrand 1945 wurde auch das Vivarium zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Kilometer 39: Parkring: Gehörte im Mittelalter noch zur Vorstadt. Der Parkring weist nur gerade Hausnummern auf, da die zentrumsfernere Straßenseite zur Gänze vom Stadtpark gesäumt wird.

Kilometer 40: Vorbei am Gartenbaukino: 1919 eröffnet ist es eines der ältesten Kinos Wiens und seit 1973 Hauptschauplatz der Viennale. Immer wieder finden Österreich-Premieren hier statt, so etwa 1960 „Spartacus“, zu der auch Hauptdarsteller Kirk Douglas anreiste. 2013 kam Tom Cruise zur deutschsprachigen Premiere von „Oblivion“ im Gartenbaukino.

Vorbei am Max-Weiler-Platz: Einer der jüngeren Plätze Wiens, er wurde 2003 nach dem Maler Max Weiler benannt.

Kilometer 41: Opernring: Vorbei am Goethe-Denkmal: Die 5,55 Meter hohe Skulptur wurde auf Kosten des Wiener Goethe-Vereins errichtet und 1900 enthüllt. Sie steht auf der gegenüberliegenden Seite des bereits 1876 errichteten Schiller-Denkmals.

Burgring: Vorbei am Burggarten: Die Anlage wurde 1818 als Privatgarten von Kaiser Franz, der ausgebildeter Gärtner war, selbst mitgestaltet. Seit 1901 ist der Burggarten mit dem Palmen- und Schmetterlingshaus öffentlich zugänglich.

Vorbei am Heldenplatz: Der Platz erlebte Licht und Schatten, eine Auswahl: 1932 lauschten tausende Menschen der Radioübertragung aus öffentlichen Lautsprechern, gespielt wurde das Ländermatch England – Österreich in London; 1938 verkündete Hitler vom Balkon der Neuen Burg aus den „Anschluss“; 1946 hielten die Alliierten ihre Siegesparade ab; 1972 wurde Karl Schranz nach dem Olympia-Ausschluss bejubelt; 1983 feierte Papst Johannes Paul II. eine „Europavesper“; 1984 endete der 1. Wiener Frühlingsmarathon am Heldenplatz; 1993 kamen 250.000 Menschen zum „Lichtermeer“ gegen Rassismus; 1998 nahm Johannes Paul II. am Heldenplatz Seligsprechungen vor; 2008 war der Heldenplatz während der Fußball-EM offizielle Fanzone. In den Jahren 1984 bis 1989 und von 2003 bis 2015 war der Heldenplatz Ziel des Vienna City Marathon.

Kilometer 42: Dr. Karl Renner-Ring: Vorbei am Parlament, das derzeit renoviert wird: Die Grundsteinlegung für das heutige Parlamentsgebäude erfolgte am 2. September 1874. Erstmals wurde in Wien ein größerer Bau nicht in Klaftern, sondern in Metern geplant. Die ersten Plenarsitzungen fanden 1883 statt. Der Giebel des Parlaments zeigt noch heute Symbole der 17 Kronländer der Monarchie.

Ins Ziel vor dem Burgtheater: Im Oktober 1888 eröffnete das Wiener Burgtheater. Es gilt als eine der bedeutendsten Bühnen Europas und ist das größte deutschsprachige Sprechtheater. Ältere Namen des Burgtheaters waren k.k. Theater nächst der Burg und danach bis 1918 k.k. Hof-Burgtheater.

VCM News. Text: Manfred Polt

Im Original hier erschienen: So hast du die VCM-Strecke noch nie gesehen


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