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07.04.2019

Österreichs Top-Marathonläufer stark wie nie (Vienna City Marathon)


VCM Team Austria übertrifft die optimistischsten Erwartungen

Selbst optimistische Erwartungen an das VCM Team Austria sind beim Vienna City Marathon 2019 übertroffen worden. Lemawork Ketema stürmte zu einem neuen österreichischen Marathon-Rekord von 2:10:44 Stunden, Valentin Pfeil steigerte seine persönliche Bestleistung um knapp zwei Minuten auf eine Zeit von 2:12:55 Stunden. Österreichs Top-Marathonläuferin Eva Wutti überzeugte mit einer Leistungssteigerung von fast vier Minuten im Vergleich zum Vorjahr und erreichte nach 2:34:12 Stunden das Ziel.

6:39:55 Stunden – so lautete die addierte Zeit der drei besten Österreicher beim VCM 2019. Mit dieser Leistung wäre das ÖLV-Team 2018 Europameister geworden. Dieses hypothetische Rechenspiel ist natürlich statistisch wertlos, aber es demonstriert die bemerkenswerte Qualität der heimischen Top-Marathonläufer bei der heimischen Top-Laufveranstaltung.

Österreichischer Rekord durch Ketema

Für die rot-weiß-rote Sternstunde des Tages sorgte Lemawork Ketema, der in einem spannenden Fernduell mit der fast zehn Jahre alten Leistung von Günther Weidlinger einen neuen österreichischen Marathon-Rekord markiert hat. Der 32-Jährige setzte ein Rennen nach Plan um und hielt sein Tempo konstant hoch. Nach 1:04:53 Stunden überquerte er die Zeitnehmungsmatte beim Halbmarathon und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, als die Pacemaker früher als erwartet ihren Dienst einstellten und zwei Malheure an Verpflegungsstationen passiert sind. Der gebürtige Äthiopier lief auch während der zweiten Hälfte konstante Teilzeiten von deutlich unter 3:10 Minuten pro Kilometer. Diese bemerkenswerte Darbietung gipfelte in der neuen Rekordzeit von 2:10:44 Stunden. „Ich habe daran geglaubt!“, lächelte er bei der Pressekonferenz. „Heute ist ein absolut genialer Tag für mich.“

Klare Bestleistungen für Pfeil und Wutti

Das zweite strahlende Gesicht eines Österreichers vollendete nur wenige Zeit später seinen Griff nach den Sternen und schickte damit eine aus gesundheitlichen Gründen misslungene Saison 2018 in die Vergangenheit. Valentin Pfeil lief vom Start weg ein ambitioniertes und eindrucksvolles Rennen, das ihn zu einer klaren neuen persönlichen Bestleistung von 2:12:55 Stunden führte. Damit landete der Oberösterreicher zwei Plätze hinter seinem Landsmann auf dem 13. Rang und freute sich über eine Verbesserung seiner Bestleistung um knapp zwei Minuten. „Ich bin sehr, sehr glücklich, mich endlich wieder über ein positives Resultat freuen zu dürfen. Es ist mir heute perfekt gelungen, das umzusetzen, was meiner Weiterentwicklung der letzten Jahre entspricht. Es sind viele wichtige Faktoren zusammengekommen: eine gute Vorbereitung, ein hervorragender Formaufbau, die passende Tagesform und die sensationelle Unterstützung des Publikums“, freute sich der 30-Jährige über einen „sensationellen Tag“. Valentin Pfeil ist nun der fünftschnellste Marathonläufer Österreichs aller Zeiten.

Genauso glücklich erreichte Eva Wutti nach 2:34:12 Stunden das Ziel am Burgtheater und freute sich als Gesamt-Sechste – das ist die beste österreichische Platzierung beim VCM seit dem Sieg von Andrea Mayr in der noch aktuellen österreichischen Rekordzeit vor zehn Jahren – über eine Steigerung von fast vier Minuten gegenüber ihrem ersten Marathon vor genau einem Jahr. Die ehemalige Triathletin setzte von Beginn an einen Wettkampf nach Plan um, überquerte nach 1:16:52 Stunden die Zeitmessungsmatte beim Halbmarathon und führte ihr Rennen wunschgemäß bis zur Ziellinie fort. „Es war anstrengend, aber ich habe das Rennen sehr genossen. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden, ich habe meine Wunschvorstellung umgesetzt. Es ist alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe“, zog die Kärntnerin eine sehr positive Bilanz. Darüber, dass nur eine Position zu einem Ticket für Olympia 2020 gefehlt hat (alle Top-5-Platzierten bei Golden Label Marathons haben ein automatisches Startrecht in Tokio), verschwendete die 30-Jährige keinen Gedanken: „Der Abstand war viel zu groß, das war heute nicht möglich. Ich habe das Optimum aus diesem Tag herausgeholt.“ Eva Wutti rangiert nun auf Platz vier der ewigen Bestenliste des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes. Sie will der WM in Doha einen schnellen Herbst-Marathon den Vorzug geben, um ihre Entwicklung Richtung Olympia 2020 voranzutreiben.

Gemischte Gefühle bei Herzog, Enttäuschung bei Steinhammer

An einem Marathon-Tag können nie alle Wünsche in Erfüllung geben. Zu den drei sehr erfolgreichen Kollegen gesellten sich ein mäßig zufriedener Peter Herzog und ein enttäuschter Christian Steinhammer. Der Salzburger konnte über eine Hälfte lang seinen Plan umsetzen und beendete den ersten Halbmarathon nach einer Zeit von 1:06:53 Stunden. Die erhoffte Leistungssteigerung auf der zweiten Marathon-Hälfte konnte er nicht realisieren, was er auf die nicht 100%ig gelungene Vorbereitung zurückführt. „Ein Marathon ist immer ein Spiegel, den man vor das Gesicht gehalten bekommt und der gnadenlos herzeigt, wie die Vorbereitung war“, philosophierte er. In einer Zeit von 2:16:16 Stunden gelang ihm sein zweitschnellster Marathon – rund eine dreiviertel Minute langsamer als bei der EM in Berlin (zehnter Platz), rund eine dreiviertel Minute schneller als beim VCM 2018. Herzog bezeichnete diese Leistung als „ersten holprigen Stein auf meinem Karriereweg im Marathon“.

Wie bereits im letzten Jahr gelang Christian Steinhammer die Zielankunft nicht. „Ich habe plötzlich ein Ziehen im hinteren Oberschenkel gespürt und da war schon der Krampf da. Ich konnte keinen Schritt mehr laufen“, begründete er seinen Ausstieg bei Kilometer 30. „Es kam unvermittelt und ohne Vorwarnung. Daher sitze ich leider mit leeren Händen da“, sagte er im ORF-Interview verständlicherweise geknickt.

Erfolgreiche Initiative

Vor vier Monaten gründete der Vienna City Marathon das VCM Team Austria und brachte Österreichs schnellste Marathonläufer und Österreichs Top-Marathonläuferin auf die Bühne der wichtigsten Laufveranstaltung des Landes. Das Team nahm den Schwung der EM-Bronzemedaille in der Nationenwertung der Männer von 2018 mit und bereitete sich individuell, aber akribisch auf den Frühjahrs-Höhepunkt vor. Die gezeigten Leistungen im Wettkampf lassen nur einen Schluss zu: Die Initiative des VCM Team Austria, für das der Vienna City Marathon nicht nur eine große Bühne, sondern auch weitreichendere Unterstützung bot, ist sehr gelungen. Nie zuvor war die Qualität der österreichischen Läufer beim Vienna City Marathon so groß wie in diesem Jahr – als Belohnung gab es sogar den nicht erwarteten, neuen österreichischen Rekord durch Lemawork Ketema. Das wirkte sich auch in einer einzigartigen Atmosphäre entlang der Strecke mit Hunderttausenden begeisterten Zuschauern.

Eine kleine Randnotiz: Die summierten Bestleistungen der fünf teilnehmenden Athleten des VCM Team Austria verbesserte sich um sensationelle 8 Minuten und 20 Sekunden. Die neue Bestleistung des VCM Team Austria lautet: 18:53:29 Stunden.

Fünf der acht Mitglieder des VCM Team Austria waren am Start - drei von ihnen pulverisierten ihre persönlichen Rekorde:

Eva Wutti um 3:49 Minuten auf 3:34:12 (Platz 6)

Lemawork Ketema um 2:38 Minuten auf die österreichische Rekordmarke von 2:10:44 (bisher Günther Weidlinger 2:10:47 im Jahr 2009)

Valentin Pfeil um 1:55 auf 2:12:55 (Platz 13)


VCM News / Thomas Kofler

Im Original hier erschienen: Österreichs Top-Marathonläufer stark wie nie


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Willkommen bei runplugged.com
runplugged.com startete im Mai 2014 mit App und Website. Wir wollen uns an alle LäuferInnen* wenden, ob Einsteiger oder Profi. 

Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

Es geht um die Kombination von Geo und Audio. Es geht um runplugged.com.

Ich bin ein begeisteter Runplugger seit fast 30 Jahren. Seit der Zeit, als der Sony Walkman Mitte der Achtziger mein Geniesserleben (und ich führe eines) verändert hat. Lasst Euch überraschen, welche Audiofiles wir für Euch parat haben und wie lässig ihr das mit Eurer Lieblingsmusik mischen könnt. Download: http://www.runplugged.com/app

Christian Drastil, Runplugged

07.04.2019

Österreichs Top-Marathonläufer stark wie nie (Vienna City Marathon)


VCM Team Austria übertrifft die optimistischsten Erwartungen

Selbst optimistische Erwartungen an das VCM Team Austria sind beim Vienna City Marathon 2019 übertroffen worden. Lemawork Ketema stürmte zu einem neuen österreichischen Marathon-Rekord von 2:10:44 Stunden, Valentin Pfeil steigerte seine persönliche Bestleistung um knapp zwei Minuten auf eine Zeit von 2:12:55 Stunden. Österreichs Top-Marathonläuferin Eva Wutti überzeugte mit einer Leistungssteigerung von fast vier Minuten im Vergleich zum Vorjahr und erreichte nach 2:34:12 Stunden das Ziel.

6:39:55 Stunden – so lautete die addierte Zeit der drei besten Österreicher beim VCM 2019. Mit dieser Leistung wäre das ÖLV-Team 2018 Europameister geworden. Dieses hypothetische Rechenspiel ist natürlich statistisch wertlos, aber es demonstriert die bemerkenswerte Qualität der heimischen Top-Marathonläufer bei der heimischen Top-Laufveranstaltung.

Österreichischer Rekord durch Ketema

Für die rot-weiß-rote Sternstunde des Tages sorgte Lemawork Ketema, der in einem spannenden Fernduell mit der fast zehn Jahre alten Leistung von Günther Weidlinger einen neuen österreichischen Marathon-Rekord markiert hat. Der 32-Jährige setzte ein Rennen nach Plan um und hielt sein Tempo konstant hoch. Nach 1:04:53 Stunden überquerte er die Zeitnehmungsmatte beim Halbmarathon und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, als die Pacemaker früher als erwartet ihren Dienst einstellten und zwei Malheure an Verpflegungsstationen passiert sind. Der gebürtige Äthiopier lief auch während der zweiten Hälfte konstante Teilzeiten von deutlich unter 3:10 Minuten pro Kilometer. Diese bemerkenswerte Darbietung gipfelte in der neuen Rekordzeit von 2:10:44 Stunden. „Ich habe daran geglaubt!“, lächelte er bei der Pressekonferenz. „Heute ist ein absolut genialer Tag für mich.“

Klare Bestleistungen für Pfeil und Wutti

Das zweite strahlende Gesicht eines Österreichers vollendete nur wenige Zeit später seinen Griff nach den Sternen und schickte damit eine aus gesundheitlichen Gründen misslungene Saison 2018 in die Vergangenheit. Valentin Pfeil lief vom Start weg ein ambitioniertes und eindrucksvolles Rennen, das ihn zu einer klaren neuen persönlichen Bestleistung von 2:12:55 Stunden führte. Damit landete der Oberösterreicher zwei Plätze hinter seinem Landsmann auf dem 13. Rang und freute sich über eine Verbesserung seiner Bestleistung um knapp zwei Minuten. „Ich bin sehr, sehr glücklich, mich endlich wieder über ein positives Resultat freuen zu dürfen. Es ist mir heute perfekt gelungen, das umzusetzen, was meiner Weiterentwicklung der letzten Jahre entspricht. Es sind viele wichtige Faktoren zusammengekommen: eine gute Vorbereitung, ein hervorragender Formaufbau, die passende Tagesform und die sensationelle Unterstützung des Publikums“, freute sich der 30-Jährige über einen „sensationellen Tag“. Valentin Pfeil ist nun der fünftschnellste Marathonläufer Österreichs aller Zeiten.

Genauso glücklich erreichte Eva Wutti nach 2:34:12 Stunden das Ziel am Burgtheater und freute sich als Gesamt-Sechste – das ist die beste österreichische Platzierung beim VCM seit dem Sieg von Andrea Mayr in der noch aktuellen österreichischen Rekordzeit vor zehn Jahren – über eine Steigerung von fast vier Minuten gegenüber ihrem ersten Marathon vor genau einem Jahr. Die ehemalige Triathletin setzte von Beginn an einen Wettkampf nach Plan um, überquerte nach 1:16:52 Stunden die Zeitmessungsmatte beim Halbmarathon und führte ihr Rennen wunschgemäß bis zur Ziellinie fort. „Es war anstrengend, aber ich habe das Rennen sehr genossen. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden, ich habe meine Wunschvorstellung umgesetzt. Es ist alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe“, zog die Kärntnerin eine sehr positive Bilanz. Darüber, dass nur eine Position zu einem Ticket für Olympia 2020 gefehlt hat (alle Top-5-Platzierten bei Golden Label Marathons haben ein automatisches Startrecht in Tokio), verschwendete die 30-Jährige keinen Gedanken: „Der Abstand war viel zu groß, das war heute nicht möglich. Ich habe das Optimum aus diesem Tag herausgeholt.“ Eva Wutti rangiert nun auf Platz vier der ewigen Bestenliste des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes. Sie will der WM in Doha einen schnellen Herbst-Marathon den Vorzug geben, um ihre Entwicklung Richtung Olympia 2020 voranzutreiben.

Gemischte Gefühle bei Herzog, Enttäuschung bei Steinhammer

An einem Marathon-Tag können nie alle Wünsche in Erfüllung geben. Zu den drei sehr erfolgreichen Kollegen gesellten sich ein mäßig zufriedener Peter Herzog und ein enttäuschter Christian Steinhammer. Der Salzburger konnte über eine Hälfte lang seinen Plan umsetzen und beendete den ersten Halbmarathon nach einer Zeit von 1:06:53 Stunden. Die erhoffte Leistungssteigerung auf der zweiten Marathon-Hälfte konnte er nicht realisieren, was er auf die nicht 100%ig gelungene Vorbereitung zurückführt. „Ein Marathon ist immer ein Spiegel, den man vor das Gesicht gehalten bekommt und der gnadenlos herzeigt, wie die Vorbereitung war“, philosophierte er. In einer Zeit von 2:16:16 Stunden gelang ihm sein zweitschnellster Marathon – rund eine dreiviertel Minute langsamer als bei der EM in Berlin (zehnter Platz), rund eine dreiviertel Minute schneller als beim VCM 2018. Herzog bezeichnete diese Leistung als „ersten holprigen Stein auf meinem Karriereweg im Marathon“.

Wie bereits im letzten Jahr gelang Christian Steinhammer die Zielankunft nicht. „Ich habe plötzlich ein Ziehen im hinteren Oberschenkel gespürt und da war schon der Krampf da. Ich konnte keinen Schritt mehr laufen“, begründete er seinen Ausstieg bei Kilometer 30. „Es kam unvermittelt und ohne Vorwarnung. Daher sitze ich leider mit leeren Händen da“, sagte er im ORF-Interview verständlicherweise geknickt.

Erfolgreiche Initiative

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Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

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