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Meskerem Assefa bricht Streckenrekord in Frankfurt (Vienna City Marathon)


Spitzenleistungen trotz Wind bei hochklassigem Rennen

Im vergangenen Jahr Zweiter, dieses Mal der große Sieger: Der Äthiopier Kelkile Gezahegn gewann den 37. Mainova Frankfurt Marathon bei kühlen und teilweise sehr windigen Wetterbedingungen in 2:06:37. Nach einem spannenden Duell setzte sich der 22-Jährige kurz vor dem Ziel gegen den Kenianer Martin Kosgey durch, der 2:06:41 lief. Rang drei belegte der Debütant Alex Kibet (Kenia) mit 2:07:09.

Einen Master-Weltrekord lief der sechstplatzierte Mark Kiptoo. Der Kenianer war nach 2:07:50 im Ziel und verbesserte damit den Weltrekord der über 40-Jährigen um 48 Sekunden. Einen sehr starken neunten Platz belegte in dem hochklassig besetzten Rennen Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal). Der 37-Jährige stellte mit 2:11:45 eine deutsche Jahresbestzeit auf.

Für das hochklassigste Resultat des Tages sorgte die Siegerin: Die 33-jährige Äthiopierin Meskerem Assefa gewann das Rennen mit einem Streckenrekord von 2:20:36. Damit war sie um 25 Sekunden schneller als die bisherige Rekordlerin Meselech Melkamu (Äthiopien), die 2012 mit 2:21:01 gewonnen hatte.

In einem auch in der Breite hochklassigen Frauen-Rennen blieb die zweitplatzierte Haftamnesh Tesfay (Äthiopien) mit 2:20:47 noch unter dem alten Streckenrekord. Auch die Drittplatzierte kam aus Äthiopien: Bedatu Hirpa war nach 2:21:32 im Ziel in der Festhalle. Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) lief ein überzeugendes Rennen und blieb auf Platz 14 knapp unter 2:30 Stunden. Bei den schwierigen Bedingungen erzielte die 29-Jährige mit 2:29:55 Stunden (diese Zeit ist noch inoffiziell) das zweitschnellste Ergebnis einer deutschen Läuferin in diesem Jahr.

Für den Mainova Frankfurt Marathon hatten 13.934 Läufer aus 103 Nationen gemeldet. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, war es insgesamt die Rekordzahl von 26.826 Athleten. Der Mainova Frankfurt Marathon ist ein IAAF Gold Label-Rennen und gehört damit zur höchsten Kategorie im internationalen Straßenlauf.

Das Rennen der Männer

Im Männerrennen legte eine große Gruppe von zwölf Athleten die erste Rennhälfte in flotten 62:27 Minuten zurück. Der Wind aus Richtung Nordosten begünstigte einen schnelleren Beginn, so dass zwischenzeitlich eine Zeit von 2:05 Stunden oder sogar knapp darunter möglich schien. Erwartungsgemäß wurde es mit Gegenwind ab Kilometer 27 schwieriger, das hohe Tempo zu halten. Es waren die beiden Zweiplatzierten der Jahre 2016 und 2017, der Kenianer Martin Kosgey und Kelkile Gezahegn aus Äthiopien, die bei Kilometer 34 den entscheidenden Angriff lancierten. Die beiden setzten sich rasch vom Spitzenfeld ab. Debütant Alex Kibet schaffte bei Kilometer 36 noch einmal den Anschluss an das Spitzenduo. Als Martin Kosgey drei Kilometer vor dem Ziel die Initiative übernahm, fiel Kibet aber wieder zurück.

Gezahegn blieb Kosgey dicht auf den Fersen. Der 22-jährige Äthiopier attackierte kurz vor der Festhalle und feierte in 2:06:37 Stunden den Sieg mit fünf Sekunden Vorsprung auf Kosgey. Alex Kibet gelang in 2:07:09 ein starkes Debüt. „Ich habe angekündigt, dass ich 2:04 laufen will. Zwischendurch habe ich gemerkt, dass es für alle schwierig wird. Da wir die ganz schnelle Zeit nicht mehr schaffen konnten, habe ich alles daran gesetzt zu gewinnen und habe am Ende alles gegeben. Um beim Olympia-Marathon dabei sein zu können, muss ich noch viel arbeiten“, sagte Kelkile Gezahegn. Martin Kosgey erreichte mit 2:06:41 eine persönliche Bestzeit und lief zum zweiten Mal nach 2016 in Frankfurt auf den zweiten Platz. „Ich war sehr zuversichtlich vom Start weg. Ich dachte, dass ich Kelkile schlagen kann, aber ich lief sicher stärker als letztes Jahr“, kommentierte er.

Einmal mehr zeigte Arne Gabius in Frankfurt ein überzeugendes Rennen. Dreimal war er hier zuvor Zeiten von unter 2:10 gelaufen und hatte 2015 mit 2:08:33 den aktuellen deutschen Rekord aufgestellt. In diese Bereiche konnte er heute nicht vordringen, doch wiederum zeigte der 37-Jährige, dass er in Deutschland das Maß der Dinge ist. Dabei erhielt Arne Gabius starke Unterstützung von einem Athleten, der gezeigt hat, dass er der nächste deutsche Marathonläufer sein kann, der in die europäische Spitze vordringen kann: Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) führte Arne Gabius als Tempomacher überraschend bis zur 30-km-Marke (1:32:40 Stunden). Zuvor hatte der 10.000-m-Läufer Ringer einen Schritt vor Gabius den Halbmarathon in 64:52 und den 25-km-Punkt in 1:17:00 passiert (schneller war in diesem Jahr kein anderer Deutscher über 25 km).

„Besonders schwer ist es mir auf den ersten fünf Kilometern gefallen, um ins Rennen reinzukommen“, schilderte Gabius sein Rennen. „Ab Kilometer sieben bis acht lief es richtig gut. Dieses Gefühl nach einem so schweren Jahr war einfach toll. Der Wind war heute unberechenbar und kostete natürlich Kraft. Die letzten Kilometer habe ich mich einfach auf die Festhalle gefreut. Ich bin zufrieden damit, wie das Rennen insgesamt gelaufen ist. Richard Ringer hat ein super gleichmäßiges Tempo gemacht. Er sollte nur bis Halbmarathon laufen. Wir haben kurzfristig entschieden, dass Richard länger läuft. Ich muss in den nächsten zwei Jahren mal richtig Gas geben und meinen Rekord hochschrauben, sonst kommt er durch Richard in Gefahr. Ich glaube, wir haben heute den Beginn einer großen Straßenlauf-Karriere von Richard gesehen.“

Das Rennen der Frauen

Spätestens als die große Frauen-Spitzengruppe mit einem Dutzend Läuferinnen die Halbmarathon-Marke nach 69:55 Minuten passiert hatte, war klar, dass sich hier außergewöhnliche Leistungen abzeichneten. Alle zwölf liefen ein Tempo, das sogar auf eine Zeit von unter 2:20 Stunden hinführte. Lange Zeit blieb diese große Barriere im Frauen-Marathon in Reichweite. Nach 30 km waren immer noch zehn Athletinnen an der Spitze und auf Kurs für eine solche Zeit. Erst danach wurde das Tempo im Gegenwind etwas langsamer und eine Läuferin nach der anderen verlor den Kontakt zur Spitze.

Nach 35 km lagen immer noch fünf Läuferinnen gemeinsam an der Spitze: neben den Äthiopierinnen Haftamnesh Tesfay, Bedatu Hirpa, Meskerem Assefa und Dera Dida war auch noch Betsy Saina dabei. Die Paris-Marathon-Siegerin aus Kenia konnte aber bald darauf nicht mehr mithalten und wurde am Ende Achte. Vorne entwickelte sich ein Duell zwischen Tesfay und Assefa, das erst auf dem letzten Kilometer entschieden wurde. Mit Assefa konnte sich jene Athletin durchsetzen, die bereits über Frankfurt-Erfahrung verfügte. Die Äthiopierin war vor einem Jahr bereits Dritte beim Mainova Frankfurt Marathon. „Ich bin überrascht und froh, dass ich gewonnen habe und zudem den Streckenrekord gebrochen habe. Ich habe den Wind eigentlich gar nicht gemerkt“, sagte Meskerem Assefa, nachdem sie in 2:20:36 gewonnen hatte. Auch die zweitplatzierte Tesfay war mit 2:20:47 noch schneller als der bisherige Streckenrekord von 2:21:01. Wäre nicht der starke Wind gewesen, wäre die 2:20-Marke wohl gefallen.

Mit ihrer Siegzeit, die auch eine neue persönliche Bestzeit ist, sortierte sich Meskerem Assefa in der Jahresweltbestenliste auf Rang 13 ein. Neben ihr liefen fünf weitere Athletinnen aus den Top 10 in Frankfurt persönliche Rekorde. Dass gleich sieben Läuferinnen Zeiten von unter 2:23 Stunden erzielten, ist einmalig für einen deutschen Marathon. Weltweit gab es ein Ergebnis dieser Breite in diesem Jahr lediglich beim Dubai-Marathon - auch dort rannten die besten sieben Läuferinnen unter 2:23 Stunden.

Ausgezeichnet schlug sich Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) bei ihrem Heimspiel. Keine drei Monate nach ihrem EM-Rennen in Berlin und mit einer nur kurzen Vorbereitung belegte sie einen starken 14. Platz in dem Topfeld. Mit einem Ergebnis von 2:29:55 Stunden erreichte sie ihr Haupt-Ziel, eine Zeit von unter 2:30. Damit ist sie in Deutschland in diesem Jahr die Nummer zwei, und in Europa steht Katharina Heinig auf Platz 14. „Durch den starken Wind war es sehr hart. Aber wir hatten eine große Gruppe, und die Tempomacher waren sehr gut“, sagte Katharina Heinig, die die erste Hälfte in Frankfurt in 1:14:23 Stunden gelaufen war. „Ich bin sehr glücklich, wieder unter 2:30 Stunden gelaufen zu sein“, sagte die 29-Jährige, die zum dritten Mal in ihrer Karriere eine solche Zeit erreichte.

Ergebnisse, Männer:

1. Kelkile Gezahegn ETH 2:06:37
2. Martin Kosgey KEN 2:06:41
3. Alex Kibet KEN 2:07:09
4. Amos Mitei KEN 2:07:28
5. Kenneth Keter KEN 2:07:34
6. Mark Kiptoo KEN 2:07:50
7. Asefa Tefera ETH 2:08:34
8. Tsedat Ayana ETH 2:09:39
9. Arne Gabius GER 2:11:45
10. Vincent Yator KEN 2:12:03
23. Stephan Listabarth AUT 2:18:23

Frauen:
1. Meskerem Assefa ETH 2:20:36
2. Haftamnesh Tesfay ETH 2:20:47
3. Bedatu Hirpa ETH 2:21:32
4. Belaynesh Oljira ETH 2:21:53
5. Dera Dida ETH 2:22:39
6. Sintayehu Hailemichael ETH 2:22:45
7. Nancy Kiprop KEN 2:22:46
8. Betsy Saina KEN 2:24:35
9. Stellah Barsosio KEN 2:25:00
10. Abebech Afework ETH 2:25:17
14. Katharina Heinig GER 2:29:55

VCM News. JW, AM / race-news-service.com

Im Original hier erschienen: Meskerem Assefa bricht Streckenrekord in Frankfurt


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Christian Drastil, Runplugged

Meskerem Assefa bricht Streckenrekord in Frankfurt (Vienna City Marathon)


Spitzenleistungen trotz Wind bei hochklassigem Rennen

Im vergangenen Jahr Zweiter, dieses Mal der große Sieger: Der Äthiopier Kelkile Gezahegn gewann den 37. Mainova Frankfurt Marathon bei kühlen und teilweise sehr windigen Wetterbedingungen in 2:06:37. Nach einem spannenden Duell setzte sich der 22-Jährige kurz vor dem Ziel gegen den Kenianer Martin Kosgey durch, der 2:06:41 lief. Rang drei belegte der Debütant Alex Kibet (Kenia) mit 2:07:09.

Einen Master-Weltrekord lief der sechstplatzierte Mark Kiptoo. Der Kenianer war nach 2:07:50 im Ziel und verbesserte damit den Weltrekord der über 40-Jährigen um 48 Sekunden. Einen sehr starken neunten Platz belegte in dem hochklassig besetzten Rennen Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal). Der 37-Jährige stellte mit 2:11:45 eine deutsche Jahresbestzeit auf.

Für das hochklassigste Resultat des Tages sorgte die Siegerin: Die 33-jährige Äthiopierin Meskerem Assefa gewann das Rennen mit einem Streckenrekord von 2:20:36. Damit war sie um 25 Sekunden schneller als die bisherige Rekordlerin Meselech Melkamu (Äthiopien), die 2012 mit 2:21:01 gewonnen hatte.

In einem auch in der Breite hochklassigen Frauen-Rennen blieb die zweitplatzierte Haftamnesh Tesfay (Äthiopien) mit 2:20:47 noch unter dem alten Streckenrekord. Auch die Drittplatzierte kam aus Äthiopien: Bedatu Hirpa war nach 2:21:32 im Ziel in der Festhalle. Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) lief ein überzeugendes Rennen und blieb auf Platz 14 knapp unter 2:30 Stunden. Bei den schwierigen Bedingungen erzielte die 29-Jährige mit 2:29:55 Stunden (diese Zeit ist noch inoffiziell) das zweitschnellste Ergebnis einer deutschen Läuferin in diesem Jahr.

Für den Mainova Frankfurt Marathon hatten 13.934 Läufer aus 103 Nationen gemeldet. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, war es insgesamt die Rekordzahl von 26.826 Athleten. Der Mainova Frankfurt Marathon ist ein IAAF Gold Label-Rennen und gehört damit zur höchsten Kategorie im internationalen Straßenlauf.

Das Rennen der Männer

Im Männerrennen legte eine große Gruppe von zwölf Athleten die erste Rennhälfte in flotten 62:27 Minuten zurück. Der Wind aus Richtung Nordosten begünstigte einen schnelleren Beginn, so dass zwischenzeitlich eine Zeit von 2:05 Stunden oder sogar knapp darunter möglich schien. Erwartungsgemäß wurde es mit Gegenwind ab Kilometer 27 schwieriger, das hohe Tempo zu halten. Es waren die beiden Zweiplatzierten der Jahre 2016 und 2017, der Kenianer Martin Kosgey und Kelkile Gezahegn aus Äthiopien, die bei Kilometer 34 den entscheidenden Angriff lancierten. Die beiden setzten sich rasch vom Spitzenfeld ab. Debütant Alex Kibet schaffte bei Kilometer 36 noch einmal den Anschluss an das Spitzenduo. Als Martin Kosgey drei Kilometer vor dem Ziel die Initiative übernahm, fiel Kibet aber wieder zurück.

Gezahegn blieb Kosgey dicht auf den Fersen. Der 22-jährige Äthiopier attackierte kurz vor der Festhalle und feierte in 2:06:37 Stunden den Sieg mit fünf Sekunden Vorsprung auf Kosgey. Alex Kibet gelang in 2:07:09 ein starkes Debüt. „Ich habe angekündigt, dass ich 2:04 laufen will. Zwischendurch habe ich gemerkt, dass es für alle schwierig wird. Da wir die ganz schnelle Zeit nicht mehr schaffen konnten, habe ich alles daran gesetzt zu gewinnen und habe am Ende alles gegeben. Um beim Olympia-Marathon dabei sein zu können, muss ich noch viel arbeiten“, sagte Kelkile Gezahegn. Martin Kosgey erreichte mit 2:06:41 eine persönliche Bestzeit und lief zum zweiten Mal nach 2016 in Frankfurt auf den zweiten Platz. „Ich war sehr zuversichtlich vom Start weg. Ich dachte, dass ich Kelkile schlagen kann, aber ich lief sicher stärker als letztes Jahr“, kommentierte er.

Einmal mehr zeigte Arne Gabius in Frankfurt ein überzeugendes Rennen. Dreimal war er hier zuvor Zeiten von unter 2:10 gelaufen und hatte 2015 mit 2:08:33 den aktuellen deutschen Rekord aufgestellt. In diese Bereiche konnte er heute nicht vordringen, doch wiederum zeigte der 37-Jährige, dass er in Deutschland das Maß der Dinge ist. Dabei erhielt Arne Gabius starke Unterstützung von einem Athleten, der gezeigt hat, dass er der nächste deutsche Marathonläufer sein kann, der in die europäische Spitze vordringen kann: Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) führte Arne Gabius als Tempomacher überraschend bis zur 30-km-Marke (1:32:40 Stunden). Zuvor hatte der 10.000-m-Läufer Ringer einen Schritt vor Gabius den Halbmarathon in 64:52 und den 25-km-Punkt in 1:17:00 passiert (schneller war in diesem Jahr kein anderer Deutscher über 25 km).

„Besonders schwer ist es mir auf den ersten fünf Kilometern gefallen, um ins Rennen reinzukommen“, schilderte Gabius sein Rennen. „Ab Kilometer sieben bis acht lief es richtig gut. Dieses Gefühl nach einem so schweren Jahr war einfach toll. Der Wind war heute unberechenbar und kostete natürlich Kraft. Die letzten Kilometer habe ich mich einfach auf die Festhalle gefreut. Ich bin zufrieden damit, wie das Rennen insgesamt gelaufen ist. Richard Ringer hat ein super gleichmäßiges Tempo gemacht. Er sollte nur bis Halbmarathon laufen. Wir haben kurzfristig entschieden, dass Richard länger läuft. Ich muss in den nächsten zwei Jahren mal richtig Gas geben und meinen Rekord hochschrauben, sonst kommt er durch Richard in Gefahr. Ich glaube, wir haben heute den Beginn einer großen Straßenlauf-Karriere von Richard gesehen.“

Das Rennen der Frauen

Spätestens als die große Frauen-Spitzengruppe mit einem Dutzend Läuferinnen die Halbmarathon-Marke nach 69:55 Minuten passiert hatte, war klar, dass sich hier außergewöhnliche Leistungen abzeichneten. Alle zwölf liefen ein Tempo, das sogar auf eine Zeit von unter 2:20 Stunden hinführte. Lange Zeit blieb diese große Barriere im Frauen-Marathon in Reichweite. Nach 30 km waren immer noch zehn Athletinnen an der Spitze und auf Kurs für eine solche Zeit. Erst danach wurde das Tempo im Gegenwind etwas langsamer und eine Läuferin nach der anderen verlor den Kontakt zur Spitze.

Nach 35 km lagen immer noch fünf Läuferinnen gemeinsam an der Spitze: neben den Äthiopierinnen Haftamnesh Tesfay, Bedatu Hirpa, Meskerem Assefa und Dera Dida war auch noch Betsy Saina dabei. Die Paris-Marathon-Siegerin aus Kenia konnte aber bald darauf nicht mehr mithalten und wurde am Ende Achte. Vorne entwickelte sich ein Duell zwischen Tesfay und Assefa, das erst auf dem letzten Kilometer entschieden wurde. Mit Assefa konnte sich jene Athletin durchsetzen, die bereits über Frankfurt-Erfahrung verfügte. Die Äthiopierin war vor einem Jahr bereits Dritte beim Mainova Frankfurt Marathon. „Ich bin überrascht und froh, dass ich gewonnen habe und zudem den Streckenrekord gebrochen habe. Ich habe den Wind eigentlich gar nicht gemerkt“, sagte Meskerem Assefa, nachdem sie in 2:20:36 gewonnen hatte. Auch die zweitplatzierte Tesfay war mit 2:20:47 noch schneller als der bisherige Streckenrekord von 2:21:01. Wäre nicht der starke Wind gewesen, wäre die 2:20-Marke wohl gefallen.

Mit ihrer Siegzeit, die auch eine neue persönliche Bestzeit ist, sortierte sich Meskerem Assefa in der Jahresweltbestenliste auf Rang 13 ein. Neben ihr liefen fünf weitere Athletinnen aus den Top 10 in Frankfurt persönliche Rekorde. Dass gleich sieben Läuferinnen Zeiten von unter 2:23 Stunden erzielten, ist einmalig für einen deutschen Marathon. Weltweit gab es ein Ergebnis dieser Breite in diesem Jahr lediglich beim Dubai-Marathon - auch dort rannten die besten sieben Läuferinnen unter 2:23 Stunden.

Ausgezeichnet schlug sich Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) bei ihrem Heimspiel. Keine drei Monate nach ihrem EM-Rennen in Berlin und mit einer nur kurzen Vorbereitung belegte sie einen starken 14. Platz in dem Topfeld. Mit einem Ergebnis von 2:29:55 Stunden erreichte sie ihr Haupt-Ziel, eine Zeit von unter 2:30. Damit ist sie in Deutschland in diesem Jahr die Nummer zwei, und in Europa steht Katharina Heinig auf Platz 14. „Durch den starken Wind war es sehr hart. Aber wir hatten eine große Gruppe, und die Tempomacher waren sehr gut“, sagte Katharina Heinig, die die erste Hälfte in Frankfurt in 1:14:23 Stunden gelaufen war. „Ich bin sehr glücklich, wieder unter 2:30 Stunden gelaufen zu sein“, sagte die 29-Jährige, die zum dritten Mal in ihrer Karriere eine solche Zeit erreichte.

Ergebnisse, Männer:

1. Kelkile Gezahegn ETH 2:06:37
2. Martin Kosgey KEN 2:06:41
3. Alex Kibet KEN 2:07:09
4. Amos Mitei KEN 2:07:28
5. Kenneth Keter KEN 2:07:34
6. Mark Kiptoo KEN 2:07:50
7. Asefa Tefera ETH 2:08:34
8. Tsedat Ayana ETH 2:09:39
9. Arne Gabius GER 2:11:45
10. Vincent Yator KEN 2:12:03
23. Stephan Listabarth AUT 2:18:23

Frauen:
1. Meskerem Assefa ETH 2:20:36
2. Haftamnesh Tesfay ETH 2:20:47
3. Bedatu Hirpa ETH 2:21:32
4. Belaynesh Oljira ETH 2:21:53
5. Dera Dida ETH 2:22:39
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