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09.02.2019

Julien Wanders bricht Halbmarathon-Europarekord von Mo Farah (Vienna City Marathon)


Junger Schweizer läuft sensationelle 59:13 Minuten

Julien Wanders hat beim Halbmarathon in Ras Al Khaimah den Europarekord von Mo Farah gebrochen. Der Schweizer erreichte bei dem Lauf über die genau 21,0975 km lange Strecke eine Zeit von 59:13 Minuten und verbesserte die Bestmarke des britischen Superstars damit deutlich, um 19 Sekunden. Farah war 2015 in Lissabon 59:32 gelaufen. Der erst 22-jährige Wanders, der im vergangenen Jahr bereits Farahs Europarekord über 10 km gebrochen hatte, belegte bei dem hochkarätigen Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Rang vier.

Kenias Sieger Stephen Kiprop lief mit 58:42 Minuten eine Weltklassezeit und stellte den Veranstaltungsrekord ein. Hinter ihm folgten die Äthiopier Abadi Hadis und Fikadu Haftu in 58:44 beziehungsweise 59:08 Minuten auf den Plätzen zwei und drei. In einem spannenden Finish setzte sich bei den Frauen Senbere Teferi in 65:45 Minuten mit einem äthiopischen Rekord ganz knapp vor zwei Landsfrauen durch. Zweite wurde zeitgleich die Halbmarathon-Weltmeisterin Netsanet Gudeta, Rang drei belegte mit nur einer Sekunde Rückstand Zeineba Yimer (65:46). Beide Siegzeiten sind auch Jahresweltbestzeiten.

Bei hervorragenden Wetterbedingungen entwickelte sich bei den Männern einmal mehr ein sehr schnelles Rennen in dem Wüsten-Emirat. Kurz nach der Hälfte der Distanz war es dann der Äthiopier Abadi Hadis, der mit einer Tempoverschärfung die Führungsgruppe auseinander riss. Doch einen Konkurrenten wurde er nicht los: Was immer Hadis auch versuchte, Stephen Kiprop ließ sich nicht abschütteln. Den zweiten 10-km-Abschnitt des Rennens war Hadis in superschnellen 27:36 Minuten gelaufen - ein Tempo das gut ist, um den Weltrekord von 58:18 zu brechen -, aber Kiprop war immer noch hinter ihm. Rund 50 Meter vor dem Ziel zog der Kenianer dann vorbei und gewann in 58:42 mit zwei Sekunden Vorsprung. Damit stellte der erst 20-jährige Kiprop den Veranstaltungsrekord seines Landsmannes Bedan Karoki ein (gelaufen wurde in diesem Jahr auf einer neuen Strecke) und verbesserte sich um 39 Sekunden.

Dritter Europarekord für Wanders

Für Julien Wanders war es bereits der dritte Europarekord binnen vier Monaten. Im vergangenen Oktober steigerte er sich zunächst über 10 km auf 27:32 Minuten. Dann verbesserte er diese Marke beim Silvesterlauf in der Nähe von Paris auf 27:25. Nun nahm der junge Schweizer, der große Teile des Jahres in Kenia lebt, Mo Farah einen weiteren prestigeträchtigen Kontinentalrekord ab. Wenn Wanders eines Tages zum Marathon wechselt, kann er ein großer Player werden.

Erstmals elf Läufer unter einer Stunde

Der Halbmarathon in Ras Al Khaimah hatte eine einmalige Breite in der Spitze: Auch der elftplatzierte Läufer - der aus Kenia stammende Türke Kaan Kigen Özbilen, der mit 59:48 einen Landesrekord aufstellte - erzielte noch eine Zeit von unter einer Stunde. Zum ersten Mal blieben damit mehr als zehn Läufer bei einem Halbmarathon unter der 60-Minuten-Barriere.

Dramatisches Finale bei den Frauen

Einen dramatischen Zieleinlauf gab es bei den Frauen. Die ersten drei Athletinnen trennte nach 21,0975 km gerade einmal eine Sekunde. Mit der 23-jährigen Senberi Teferi setzte sich dabei eine Newcomerin durch. Die Äthiopierin erzielte bei ihrem ersten Halbmarathon-Wettkampf auf Anhieb eine Landesrekordzeit von 65:45. Allerdings ist sie im vergangenen Jahr schon einmal Marathon gelaufen, so dass eine Halbmarathondistanz für sie nichts wirklich Neues war.

Nach einer Babypause meldete sich die frühere Halbmarathon-Weltrekordlerin Peres Jepchirchir zurück. Die Kenianerin, die in Ras Al Khaimah vor zwei Jahren mit 65:06 eine globale Bestzeit aufgestellt hatte, wurde Sechste mit 67:36.

Ergebnisse, Männer:
1. Stephen Kiprop KEN 58:42
2. Abadi Hadis ETH 58:44
3. Fikadu Haftu ETH 59:08
4. Julien Wanders SUI 59:13
5. Morris Gachaga KEN 59:22
6. Mule Wasihun ETH 59:34
7. Daniel Kipchumba KEN 59:36
8. Amedework Walelegn ETH 59:39
9. Abel Kipchumba KEN 59:40
10. Shadrack Kiminning KEN 59:42

Frauen:
1. Senberi Teferi ETH 65:45
2. Netsanet Gudeta ETH 65:45
3. Zeineba Yimer ETH 65:46
4. Degitu Azimeraw ETH 66:07
5. Valary Aiyabei KEN 66:14
6. Peres Jepchirchir KEN 67:36
7. Paskalia Kipckoech KEN 67:38
8. Naom Jebet KEN 68:19


Die schnellsten Europäer aller Zeiten

59:13 Julien Wanders SUI Ras Al Khaimah / UAE 2019
59:32 Mo Farah GBR Lissabon 2015
59:48 Sondre Moen NOR Valencia 2017
59:48 Kaan Kigen Özbilen TUR Ras Al Khaimah / UAE 2019
59:52 Fabián Roncero ESP Berlin 2001
60:00 Callum Hawkins GBR Marugame / JPN 2017
60:16 Ali Kaya TUR Istanbul 2016
60:18 Mohammed Mourhit BEL Kosice 1997
60:20 Rachid Berradi ITA Mailand 2002
60:24 Marco Mazza ITA Mailand 2002
60:24 Abdi Nageeye NED Marugame / JPN 2019
60:29 Robert Stefko SVK Malmö 2000
60:3 4 Carsten Eich GER Berlin 1993

VCM News / Jörg Wenig / race-news-service.com / Text und Statistik

Im Original hier erschienen: Julien Wanders bricht Halbmarathon-Europarekord von Mo Farah


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Mo Farah beim London Marathon 2014 Michaelpuche / Shutterstock.com, (© shutterstock.com)




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  • Schlammschlacht: Tough Mudder Norddeutschland 2019 - Die...

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  • 20.07.2019: T, 7.Silvretta Run 3 000
  • 20.07.2019: T, 8.Silvretta Run 3 000
  • 20.07.2019: NÖ, 34. Aspanger SPARKASSE Wechsellandlauf
  • 21.07.2019: K, 24.Int. Obergailtaler Berglauf

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Willkommen bei runplugged.com
runplugged.com startete im Mai 2014 mit App und Website. Wir wollen uns an alle LäuferInnen* wenden, ob Einsteiger oder Profi. 

Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

Es geht um die Kombination von Geo und Audio. Es geht um runplugged.com.

Ich bin ein begeisteter Runplugger seit fast 30 Jahren. Seit der Zeit, als der Sony Walkman Mitte der Achtziger mein Geniesserleben (und ich führe eines) verändert hat. Lasst Euch überraschen, welche Audiofiles wir für Euch parat haben und wie lässig ihr das mit Eurer Lieblingsmusik mischen könnt. Download: http://www.runplugged.com/app

Christian Drastil, Runplugged

09.02.2019

Julien Wanders bricht Halbmarathon-Europarekord von Mo Farah (Vienna City Marathon)


Junger Schweizer läuft sensationelle 59:13 Minuten

Julien Wanders hat beim Halbmarathon in Ras Al Khaimah den Europarekord von Mo Farah gebrochen. Der Schweizer erreichte bei dem Lauf über die genau 21,0975 km lange Strecke eine Zeit von 59:13 Minuten und verbesserte die Bestmarke des britischen Superstars damit deutlich, um 19 Sekunden. Farah war 2015 in Lissabon 59:32 gelaufen. Der erst 22-jährige Wanders, der im vergangenen Jahr bereits Farahs Europarekord über 10 km gebrochen hatte, belegte bei dem hochkarätigen Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Rang vier.

Kenias Sieger Stephen Kiprop lief mit 58:42 Minuten eine Weltklassezeit und stellte den Veranstaltungsrekord ein. Hinter ihm folgten die Äthiopier Abadi Hadis und Fikadu Haftu in 58:44 beziehungsweise 59:08 Minuten auf den Plätzen zwei und drei. In einem spannenden Finish setzte sich bei den Frauen Senbere Teferi in 65:45 Minuten mit einem äthiopischen Rekord ganz knapp vor zwei Landsfrauen durch. Zweite wurde zeitgleich die Halbmarathon-Weltmeisterin Netsanet Gudeta, Rang drei belegte mit nur einer Sekunde Rückstand Zeineba Yimer (65:46). Beide Siegzeiten sind auch Jahresweltbestzeiten.

Bei hervorragenden Wetterbedingungen entwickelte sich bei den Männern einmal mehr ein sehr schnelles Rennen in dem Wüsten-Emirat. Kurz nach der Hälfte der Distanz war es dann der Äthiopier Abadi Hadis, der mit einer Tempoverschärfung die Führungsgruppe auseinander riss. Doch einen Konkurrenten wurde er nicht los: Was immer Hadis auch versuchte, Stephen Kiprop ließ sich nicht abschütteln. Den zweiten 10-km-Abschnitt des Rennens war Hadis in superschnellen 27:36 Minuten gelaufen - ein Tempo das gut ist, um den Weltrekord von 58:18 zu brechen -, aber Kiprop war immer noch hinter ihm. Rund 50 Meter vor dem Ziel zog der Kenianer dann vorbei und gewann in 58:42 mit zwei Sekunden Vorsprung. Damit stellte der erst 20-jährige Kiprop den Veranstaltungsrekord seines Landsmannes Bedan Karoki ein (gelaufen wurde in diesem Jahr auf einer neuen Strecke) und verbesserte sich um 39 Sekunden.

Dritter Europarekord für Wanders

Für Julien Wanders war es bereits der dritte Europarekord binnen vier Monaten. Im vergangenen Oktober steigerte er sich zunächst über 10 km auf 27:32 Minuten. Dann verbesserte er diese Marke beim Silvesterlauf in der Nähe von Paris auf 27:25. Nun nahm der junge Schweizer, der große Teile des Jahres in Kenia lebt, Mo Farah einen weiteren prestigeträchtigen Kontinentalrekord ab. Wenn Wanders eines Tages zum Marathon wechselt, kann er ein großer Player werden.

Erstmals elf Läufer unter einer Stunde

Der Halbmarathon in Ras Al Khaimah hatte eine einmalige Breite in der Spitze: Auch der elftplatzierte Läufer - der aus Kenia stammende Türke Kaan Kigen Özbilen, der mit 59:48 einen Landesrekord aufstellte - erzielte noch eine Zeit von unter einer Stunde. Zum ersten Mal blieben damit mehr als zehn Läufer bei einem Halbmarathon unter der 60-Minuten-Barriere.

Dramatisches Finale bei den Frauen

Einen dramatischen Zieleinlauf gab es bei den Frauen. Die ersten drei Athletinnen trennte nach 21,0975 km gerade einmal eine Sekunde. Mit der 23-jährigen Senberi Teferi setzte sich dabei eine Newcomerin durch. Die Äthiopierin erzielte bei ihrem ersten Halbmarathon-Wettkampf auf Anhieb eine Landesrekordzeit von 65:45. Allerdings ist sie im vergangenen Jahr schon einmal Marathon gelaufen, so dass eine Halbmarathondistanz für sie nichts wirklich Neues war.

Nach einer Babypause meldete sich die frühere Halbmarathon-Weltrekordlerin Peres Jepchirchir zurück. Die Kenianerin, die in Ras Al Khaimah vor zwei Jahren mit 65:06 eine globale Bestzeit aufgestellt hatte, wurde Sechste mit 67:36.

Ergebnisse, Männer:
1. Stephen Kiprop KEN 58:42
2. Abadi Hadis ETH 58:44
3. Fikadu Haftu ETH 59:08
4. Julien Wanders SUI 59:13
5. Morris Gachaga KEN 59:22
6. Mule Wasihun ETH 59:34
7. Daniel Kipchumba KEN 59:36
8. Amedework Walelegn ETH 59:39
9. Abel Kipchumba KEN 59:40
10. Shadrack Kiminning KEN 59:42

Frauen:
1. Senberi Teferi ETH 65:45
2. Netsanet Gudeta ETH 65:45
3. Zeineba Yimer ETH 65:46
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5. Valary Aiyabei KEN 66:14
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59:13 Julien Wanders SUI Ras Al Khaimah / UAE 2019
59:32 Mo Farah GBR Lissabon 2015
59:48 Sondre Moen NOR Valencia 2017
59:48 Kaan Kigen Özbilen TUR Ras Al Khaimah / UAE 2019
59:52 Fabián Roncero ESP Berlin 2001
60:00 Callum Hawkins GBR Marugame / JPN 2017
60:16 Ali Kaya TUR Istanbul 2016
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60:20 Rachid Berradi ITA Mailand 2002
60:24 Marco Mazza ITA Mailand 2002
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  • 20.07.2019: NÖ, 34. Aspanger SPARKASSE Wechsellandlauf
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