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04.04.2019

Tadesse Abraham fordert Kenianer - Kiprop plant Hattrick mit Streckenrekord (Vienna City Marathon)


Vier VCM-Sieger greifen am Sonntag erneut nach den Sternen

Vier ehemalige VCM-Sieger greifen am Sonntag erneut nach den Sternen. Der EM-Silbermedaillengewinner Tadesse Abraham aus der Schweiz bewirbt sich für den ersten europäischen Sieg in Wien nach 18 Jahren. Gute Bedingungen lassen einen Angriff auf den Streckenrekord der Frauen zu.

Es ist weit, weit weg von einer Selbstverständlichkeit, dass bei einem Top-Marathon in Europa in der heutigen Zeit ein europäischer Läufer zum Kreis der Sieganwärter gehört. In Wahrheit kommen nur eine Hand voll Athleten für diese besondere Position in Frage und einer der besten des Kontinents hat sich für einen Start beim Vienna City Marathon entschieden: Tadesse Abraham. Der gebürtige Eritreer, der vor 15 Jahren in die Schweiz auswanderte und ein Jahrzehnt später die Schweizer Staatsbürgerschaft erhielt, verweist auf eine beeindruckende Liste von Erfolgen: Schweizer Marathon-Rekord in Seoul 2016, EM-Gold im Halbmarathon in Amsterdam 2016, Olympia-Siebter als bester Europäer in Rio 2016 und Silbermedaillengewinner bei der EM 2018 in Berlin im Marathon.

Zweiter Marathon im Jahr 2019

Die Entscheidung des 36-Jährigen, für einen zweiten Frühjahrsmarathon über die östliche Grenze seiner Heimat zu reisen (symbolisch, denn in Wahrheit landete Tadesse Abraham direkt aus dem Trainingslager in Äthiopien kommend heute am frühen Morgen am Flughafen Schwechat), entstammte einer Enttäuschung. Beim Dubai Marathon Ende Jänner wollte der Schweizer seiner Karriere die Krone aufsetzen und den Europarekord von Mo Farah angreifen. „Seitdem ich den Schweizer Rekord habe, war es immer mein Traum, den Europarekord zu verbessern und auszuloten, wo mein Potenzial an seine Grenze stößt“, erklärt er. Die Unternehmung scheiterte trotz guter Vorbereitung deutlich – bei 2:09:50 Stunden stoppte die Zeitmessung. Da Abraham mit dem WM-Marathon in Doha im Herbst liebäugelt, wäre ihm nur noch ein Qualifikationsmarathon für das große Ziel Olympische Spiele 2020 geblieben – nämlich wenige Monate davor. Ein Frühjahrsmarathon 2019 erschien im daher eine Sicherheitsvariante, die Wahl fiel auf Wien. „Die Entscheidung fiel leicht“, betont er, „der VCM ist eine Gold Label Veranstaltung, liegt im Herzen von Europa, ich treffe auf ein deutschsprachiges Umfeld und meine Fans in der Schweiz können das Rennen live mitverfolgen.“

Hohes Niveau im Training

In zwei mehrwöchigen Trainingslagern in der Höhe Äthiopiens bereitete sich Abraham auf den Vienna City Marathon vor. Mehrfach pro Jahr schlägt er dort seine Zelte auf, das bedeutet nach der Trennung seiner Familie in Eritrea im Jahr 2004 (seither nur Kontakt über Telefon und WhatsApp) mehrfache, temporäre Trennungen von seiner Familie in der Schweiz. „Meine Frau kennt die Bedingungen von Anfang unserer Beziehung an. Sie kennt nur den Marathonläufer ,Tade’. Sie hatte immer viel Verständnis für meine Arbeit und dafür, dass ich meine Arbeit so sehr liebe. Dafür bin ich sehr dankbar!“

In seiner Vorbereitung auf den Vienna City Marathon profitierte er vom hohen Niveau der Vorbereitung auf den Dubai Marathon und musste seinen Körper „nur“ noch aktiveren, um dieses Level neuerlich abzurufen. „Es ist immer mein Ziel, als Erster das Zielband zu durchbrechen. Dafür trainiere ich jeden Tag hart. Dementsprechend lautet auch meine Zielsetzung für Sonntag“, ist der Schweizer für keine Kompromisse bereit. Realisiert er seine Vorstellungen, wäre er der erste europäische Sieger seit dem Portugiesen Luis Novo im Jahr 2001.

Lernen vom Größten

Abrahams größte Kontrahenten im Kampf um den Sieg sind die beiden Kenianer Kenneth Keter und Robert Chemosin. Der 22-jährige Keter ist ein Newcomer in der Szene. Sein Marathon-Debüt im Oktober in Frankfurt, mit dem er in einer Zeit von 2:07:34 Stunden auf Platz fünf lief, sowie seine Halbmarathon-Bestleistung unter einer Stunde zeugen von seinem Potenzial und qualifizieren ihn für große Aufgaben beim Vienna City Marathon 2019. „Ich habe mich nach dem selben Trainingsprogramm vorbereitet wie vor Frankfurt. Ich fühle mich besser in Form als damals“, lautete die Angriffsparole des Jung-Papas bei der Pressekonferenz. Sein Landsmann Robert Chemosin kennt das Gefühl, in Wien auf dem obersten Treppchen des Stockerls zu stehen. 2016 gewann er in einer Zeit von 2:09:48 Stunden, bis heute sein größter Erfolg. Seit einigen Jahren trainiert der 30-Jährige in Kaptagat bei der Agentur Global Sports Communication, die vom prominenten Agenten Jos Hermens geleitet wird. In der Trainingsgruppe trainiert auch Marathon-Weltrekordhalter Eliud Kipchoge. „Eliud ist ein viel besserer Läufer als ich. Er ist ein großes Vorbild für uns alle“, verneigt er sich symbolisch. „Wir können uns glücklich schätzen, täglich mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Schnellster laut Meldeliste ist der Kenianer Gilbert Kirwa, Sieger beim „Debütantenball“ vor zehn Jahren. Der 33-Jährige ist allerdings nicht mehr so stark wie zu Beginn seiner Karriere. Insgesamt sind bei den Männern zehn Läufer mit Bestleistungen unter 2:10 Stunden am Start, darunter der ehemalige Valencia-Sieger Victor Kipchirchir aus Kenia und Solomon Mutai aus Uganda, der 2015 bei der WM in Peking überraschend Bronze gewann, bei den Olympischen Spielen von Rio hinter Tadesse Abraham als Achter ins Ziel lief und bei den Commonwealth Games 2018 im australischen Gold Coast mit Silber dekoriert wurde.

Chance auf den Rekordsieg

Im Rennen der Frauen hat Nancy Kiprop die Chance auf eine einzigartige Siegesserie in der Veranstaltungsgeschichte. Noch nie hat eine Läuferin den Vienna City Marathon dreimal gewonnen, die Kenianerin könnte dies sogar in Serie schaffen. Im Fußball würde man von einem „lupenreinen Hattrick“ sprechen. Angesichts der günstigen Wetterprognose hofft die 39-Jährige darauf, dass ihr dritter Angriff auf den Streckenrekord der vor einigen Wochen verstorbenen Italienerin Maura Viceconte (2:23:47) von Erfolg gekrönt sein wird. „Ich habe mich ähnlich vorbereitet wie bei meinen beiden erfolgreichen Rennen hier in Wien“, erklärt die Titelverteidigerin, die im Herbst beim Frankfurt Marathon eine neue persönliche Bestleistung von 2:22:46 Stunden aufgestellt hat. Damit ist Kiprop die schnellste Läuferin im Starterfeld des VCM 2019.

Zweite Chance für Tusa

Ihr einen Strich durch die Rechnung machen könnte die 14 Jahre jüngere Äthiopierin Rahma Tusa. Sie hat etwas geschafft, wovon Nancy Kiprop träumt: einen Hattrick. Und zwar beim Rom Marathon in den Jahren 2016 bis 2018. Nach ihrer persönlichen Bestleistung von 2:23:46 Stunden auf der selektiven Strecke der „Ewigen Stadt“ vor einem Jahr glänzte sie als Fünfte des New York City Marathon. Der sechste Platz beim Dubai Marathon in 2:26:38 Stunden, bei einem Rennen, dessen Gestaltung nur „Alles oder Nichts“ kennt, lässt Raum für eine zweite Chance im Frühling 2019 – eine Parallele zu Tadesse Abraham. Die dritte ostafrikanische Siegkandidatin ist Angela Tanui aus Kenia, Fünfte beim VCM 2017 und zuletzt Siegerin beim Venedig Marathon 2018 und beim Napoli City Halbmarathon 2019.

Neuenschwander will Ende der Durststrecke

Neben Kiprop befindet sich mit Maja Neuenschwander eine weitere, ehemalige Siegerin im Starterfeld. Für die Schweizerin, die 2015 am Heldenplatz überraschend als Erste über die Ziellinie lief, bedeutet der VCM 2019 eine Art „Neustart“. Seit den Olympischen Spielen 2016 ist die 39-Jährige keinen Marathon mehr zu Ende gelaufen – die Gesundheit spielte vielfach nicht mit. „Dieses Kapitel möchte ich am Sonntag unbedingt schließen und mit einem positiven Gefühl in das Ziel am Burgtheater laufen“, sagt Neuenschwander, die sich in einem mehrwöchigen Trainingslager im kenianischen Iten auf ihren Frühjahrs-Höhepunkt vorbereitet hat. Da der geplante Start beim Den Haag Halbmarathon vor vier Wochen aufgrund eines Sturms ins Wasser fiel, ist der Vienna City Marathon ihr erster Wettkampf 2019. „Daher fühle ich mich etwas unsicher. Ich möchte eher konservativ anlaufen und mich vielleicht auf der zweiten Marathon-Hälfte steigern.“

Ihre Rückkehr nach Wien ist für Maja Neuenschwander mit hervorragenden Erinnerungen verbunden. Nach ihrem Triumph 2015 versuchte sie es jahrelang als Profi und lief in Berlin 2015 Schweizer Rekord. Doch der Erfolgslauf stoppte nach Olympia 20ß16 abrupt. Mittlerweile arbeitet Neuenschwander wieder und zwar als Beraterin für Schweizer Spitzensportlerin im Auftrag von Swiss Olympic, dem nationalen Olympischen Komitee der Schweiz. Dort genießt sie flexible Arbeitszeiten. Hauptaufgabe ist die Beratungsfunktion von Profis bei der Lösungssuche für duale Karrieren – also Sport und Beruf mit Zukunftsperspektiven. „Zu Beginn habe ich mich selbst beraten“, lacht sie. Auf die Frage, warum sie sich in ihrem Alter Marathon mit Spitzenleistungsanspruch noch antut, hatte sie bei der Pressekonferenz auf Knopfdruck die passende Antwort: „Weil Laufen das Schönste auf der Welt ist.“

VCM News / Thomas Kofler

Im Original hier erschienen: Tadesse Abraham fordert Kenianer – Kiprop plant Hattrick mit Streckenrekord


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Willkommen bei runplugged.com
runplugged.com startete im Mai 2014 mit App und Website. Wir wollen uns an alle LäuferInnen* wenden, ob Einsteiger oder Profi. 

Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

Es geht um die Kombination von Geo und Audio. Es geht um runplugged.com.

Ich bin ein begeisteter Runplugger seit fast 30 Jahren. Seit der Zeit, als der Sony Walkman Mitte der Achtziger mein Geniesserleben (und ich führe eines) verändert hat. Lasst Euch überraschen, welche Audiofiles wir für Euch parat haben und wie lässig ihr das mit Eurer Lieblingsmusik mischen könnt. Download: http://www.runplugged.com/app

Christian Drastil, Runplugged

04.04.2019

Tadesse Abraham fordert Kenianer - Kiprop plant Hattrick mit Streckenrekord (Vienna City Marathon)


Vier VCM-Sieger greifen am Sonntag erneut nach den Sternen

Vier ehemalige VCM-Sieger greifen am Sonntag erneut nach den Sternen. Der EM-Silbermedaillengewinner Tadesse Abraham aus der Schweiz bewirbt sich für den ersten europäischen Sieg in Wien nach 18 Jahren. Gute Bedingungen lassen einen Angriff auf den Streckenrekord der Frauen zu.

Es ist weit, weit weg von einer Selbstverständlichkeit, dass bei einem Top-Marathon in Europa in der heutigen Zeit ein europäischer Läufer zum Kreis der Sieganwärter gehört. In Wahrheit kommen nur eine Hand voll Athleten für diese besondere Position in Frage und einer der besten des Kontinents hat sich für einen Start beim Vienna City Marathon entschieden: Tadesse Abraham. Der gebürtige Eritreer, der vor 15 Jahren in die Schweiz auswanderte und ein Jahrzehnt später die Schweizer Staatsbürgerschaft erhielt, verweist auf eine beeindruckende Liste von Erfolgen: Schweizer Marathon-Rekord in Seoul 2016, EM-Gold im Halbmarathon in Amsterdam 2016, Olympia-Siebter als bester Europäer in Rio 2016 und Silbermedaillengewinner bei der EM 2018 in Berlin im Marathon.

Zweiter Marathon im Jahr 2019

Die Entscheidung des 36-Jährigen, für einen zweiten Frühjahrsmarathon über die östliche Grenze seiner Heimat zu reisen (symbolisch, denn in Wahrheit landete Tadesse Abraham direkt aus dem Trainingslager in Äthiopien kommend heute am frühen Morgen am Flughafen Schwechat), entstammte einer Enttäuschung. Beim Dubai Marathon Ende Jänner wollte der Schweizer seiner Karriere die Krone aufsetzen und den Europarekord von Mo Farah angreifen. „Seitdem ich den Schweizer Rekord habe, war es immer mein Traum, den Europarekord zu verbessern und auszuloten, wo mein Potenzial an seine Grenze stößt“, erklärt er. Die Unternehmung scheiterte trotz guter Vorbereitung deutlich – bei 2:09:50 Stunden stoppte die Zeitmessung. Da Abraham mit dem WM-Marathon in Doha im Herbst liebäugelt, wäre ihm nur noch ein Qualifikationsmarathon für das große Ziel Olympische Spiele 2020 geblieben – nämlich wenige Monate davor. Ein Frühjahrsmarathon 2019 erschien im daher eine Sicherheitsvariante, die Wahl fiel auf Wien. „Die Entscheidung fiel leicht“, betont er, „der VCM ist eine Gold Label Veranstaltung, liegt im Herzen von Europa, ich treffe auf ein deutschsprachiges Umfeld und meine Fans in der Schweiz können das Rennen live mitverfolgen.“

Hohes Niveau im Training

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In seiner Vorbereitung auf den Vienna City Marathon profitierte er vom hohen Niveau der Vorbereitung auf den Dubai Marathon und musste seinen Körper „nur“ noch aktiveren, um dieses Level neuerlich abzurufen. „Es ist immer mein Ziel, als Erster das Zielband zu durchbrechen. Dafür trainiere ich jeden Tag hart. Dementsprechend lautet auch meine Zielsetzung für Sonntag“, ist der Schweizer für keine Kompromisse bereit. Realisiert er seine Vorstellungen, wäre er der erste europäische Sieger seit dem Portugiesen Luis Novo im Jahr 2001.

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Abrahams größte Kontrahenten im Kampf um den Sieg sind die beiden Kenianer Kenneth Keter und Robert Chemosin. Der 22-jährige Keter ist ein Newcomer in der Szene. Sein Marathon-Debüt im Oktober in Frankfurt, mit dem er in einer Zeit von 2:07:34 Stunden auf Platz fünf lief, sowie seine Halbmarathon-Bestleistung unter einer Stunde zeugen von seinem Potenzial und qualifizieren ihn für große Aufgaben beim Vienna City Marathon 2019. „Ich habe mich nach dem selben Trainingsprogramm vorbereitet wie vor Frankfurt. Ich fühle mich besser in Form als damals“, lautete die Angriffsparole des Jung-Papas bei der Pressekonferenz. Sein Landsmann Robert Chemosin kennt das Gefühl, in Wien auf dem obersten Treppchen des Stockerls zu stehen. 2016 gewann er in einer Zeit von 2:09:48 Stunden, bis heute sein größter Erfolg. Seit einigen Jahren trainiert der 30-Jährige in Kaptagat bei der Agentur Global Sports Communication, die vom prominenten Agenten Jos Hermens geleitet wird. In der Trainingsgruppe trainiert auch Marathon-Weltrekordhalter Eliud Kipchoge. „Eliud ist ein viel besserer Läufer als ich. Er ist ein großes Vorbild für uns alle“, verneigt er sich symbolisch. „Wir können uns glücklich schätzen, täglich mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Schnellster laut Meldeliste ist der Kenianer Gilbert Kirwa, Sieger beim „Debütantenball“ vor zehn Jahren. Der 33-Jährige ist allerdings nicht mehr so stark wie zu Beginn seiner Karriere. Insgesamt sind bei den Männern zehn Läufer mit Bestleistungen unter 2:10 Stunden am Start, darunter der ehemalige Valencia-Sieger Victor Kipchirchir aus Kenia und Solomon Mutai aus Uganda, der 2015 bei der WM in Peking überraschend Bronze gewann, bei den Olympischen Spielen von Rio hinter Tadesse Abraham als Achter ins Ziel lief und bei den Commonwealth Games 2018 im australischen Gold Coast mit Silber dekoriert wurde.

Chance auf den Rekordsieg

Im Rennen der Frauen hat Nancy Kiprop die Chance auf eine einzigartige Siegesserie in der Veranstaltungsgeschichte. Noch nie hat eine Läuferin den Vienna City Marathon dreimal gewonnen, die Kenianerin könnte dies sogar in Serie schaffen. Im Fußball würde man von einem „lupenreinen Hattrick“ sprechen. Angesichts der günstigen Wetterprognose hofft die 39-Jährige darauf, dass ihr dritter Angriff auf den Streckenrekord der vor einigen Wochen verstorbenen Italienerin Maura Viceconte (2:23:47) von Erfolg gekrönt sein wird. „Ich habe mich ähnlich vorbereitet wie bei meinen beiden erfolgreichen Rennen hier in Wien“, erklärt die Titelverteidigerin, die im Herbst beim Frankfurt Marathon eine neue persönliche Bestleistung von 2:22:46 Stunden aufgestellt hat. Damit ist Kiprop die schnellste Läuferin im Starterfeld des VCM 2019.

Zweite Chance für Tusa

Ihr einen Strich durch die Rechnung machen könnte die 14 Jahre jüngere Äthiopierin Rahma Tusa. Sie hat etwas geschafft, wovon Nancy Kiprop träumt: einen Hattrick. Und zwar beim Rom Marathon in den Jahren 2016 bis 2018. Nach ihrer persönlichen Bestleistung von 2:23:46 Stunden auf der selektiven Strecke der „Ewigen Stadt“ vor einem Jahr glänzte sie als Fünfte des New York City Marathon. Der sechste Platz beim Dubai Marathon in 2:26:38 Stunden, bei einem Rennen, dessen Gestaltung nur „Alles oder Nichts“ kennt, lässt Raum für eine zweite Chance im Frühling 2019 – eine Parallele zu Tadesse Abraham. Die dritte ostafrikanische Siegkandidatin ist Angela Tanui aus Kenia, Fünfte beim VCM 2017 und zuletzt Siegerin beim Venedig Marathon 2018 und beim Napoli City Halbmarathon 2019.

Neuenschwander will Ende der Durststrecke

Neben Kiprop befindet sich mit Maja Neuenschwander eine weitere, ehemalige Siegerin im Starterfeld. Für die Schweizerin, die 2015 am Heldenplatz überraschend als Erste über die Ziellinie lief, bedeutet der VCM 2019 eine Art „Neustart“. Seit den Olympischen Spielen 2016 ist die 39-Jährige keinen Marathon mehr zu Ende gelaufen – die Gesundheit spielte vielfach nicht mit. „Dieses Kapitel möchte ich am Sonntag unbedingt schließen und mit einem positiven Gefühl in das Ziel am Burgtheater laufen“, sagt Neuenschwander, die sich in einem mehrwöchigen Trainingslager im kenianischen Iten auf ihren Frühjahrs-Höhepunkt vorbereitet hat. Da der geplante Start beim Den Haag Halbmarathon vor vier Wochen aufgrund eines Sturms ins Wasser fiel, ist der Vienna City Marathon ihr erster Wettkampf 2019. „Daher fühle ich mich etwas unsicher. Ich möchte eher konservativ anlaufen und mich vielleicht auf der zweiten Marathon-Hälfte steigern.“

Ihre Rückkehr nach Wien ist für Maja Neuenschwander mit hervorragenden Erinnerungen verbunden. Nach ihrem Triumph 2015 versuchte sie es jahrelang als Profi und lief in Berlin 2015 Schweizer Rekord. Doch der Erfolgslauf stoppte nach Olympia 20ß16 abrupt. Mittlerweile arbeitet Neuenschwander wieder und zwar als Beraterin für Schweizer Spitzensportlerin im Auftrag von Swiss Olympic, dem nationalen Olympischen Komitee der Schweiz. Dort genießt sie flexible Arbeitszeiten. Hauptaufgabe ist die Beratungsfunktion von Profis bei der Lösungssuche für duale Karrieren – also Sport und Beruf mit Zukunftsperspektiven. „Zu Beginn habe ich mich selbst beraten“, lacht sie. Auf die Frage, warum sie sich in ihrem Alter Marathon mit Spitzenleistungsanspruch noch antut, hatte sie bei der Pressekonferenz auf Knopfdruck die passende Antwort: „Weil Laufen das Schönste auf der Welt ist.“

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Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

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Christian Drastil, Runplugged

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