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17.10.2020

Weltrekord und Überraschungen bei Halbmarathon-WM in Polen (Vienna City Marathon)


Österreicher Theuer, Steinhammer und Schenk mit guten Leistungen

Die Halbmarathon-Weltmeisterschaften am Samstag, 17. Oktober in Polen waren die einzigen globalen Titelkämpfe der Leichtathletik in diesem Jahr. Unter Pandemie-Bedingungen ging ein besonderes Rennen in Szene. Zugleich war es ein wichtiges internationales Signal, dass Laufevents durchführbar sind, wenngleich das geplante Massenrennen abgesagt werden musste.

Meisterschaftsrekord für Jacob Kiplimo, Ausnahmeläufer Cheptegei geschlagen

Jacob Kiplimo aus Uganda triumphierte in Gdynia bei 7°C und guten äußeren Bedingungen mit einer Weltklassezeit und einem Meisterschaftsrekord von 58:49 Minuten vor Kibiwott Kandie (Kenia/58:54) und Amedework Walelegn (Äthiopien/59:08). Joshua Cheptegei, der Ausnahmeläufer dieses Jahres, wurde geschlagen und erreichte in seinem Wettkampfdebüt über die 21,1 km in 59:21 Minuten Rang vier. Cheptegei hatte heuer sensationell die Weltrekorde über 5.000 m und 10.000 m gebrochen.

Die Österreicher zeigten gute Leistungen mit Timon Theuer in 63:59 Minuten und Christian Steinhammer in 64:11 Minuten, ebenso Victoria Schenk im Frauenrennen in 76:36 Minuten.

Hier findest du alle Ergebnisse.

Peres Jepchirchir siegt mit Weltrekord, Melat Kejeta holt Silber in Europarekordzeit

Als Weltmeisterin jubelte Peres Jepchirchir aus Kenia in 65:16 Minuten über einen neuen Weltrekord für reine Frauenrennen. Sensationell holte die Deutsche Melat Kejeta in 65:18 Silber. Auch die drittplatzierte Yalemzerf Yehualaw (Äthiopien/65:19) blieben unter der bisherigen Weltrekordmarke von 65:34. Hinter der viertplatzierten Zeineba Yimer (65:39) folgten die hoch eingeschätzten Ababel Yeshaneh (beide Äthiopien/65:41) und Joyciline Jepkosgei (Kenia/65:58), die beide im letzten Teil des Rennens stürzten. Melat Kejeta, die aus Äthiopien stammt und seit 2019 deutsche Staatsbürgerin ist, führte das deutsche Frauen-Team überraschend zur Bronze-Medaille hinter Äthiopien und Kenia. Die Strecke erlaubte sichtlich sehr starke Zeiten, war aber mit 180° Wenden und etwas Wind nicht superschnell.

Die Auftritte der Österreicher

Timon Theuer (DSG Wien) erzielte wie auch die beiden weiteren Österreicher seine zweitbeste Halbmarathonzeit. Zufrieden war er mit seinen 63:59 aber nicht. Im Februar hatte er bereits die deutliche schnellere Zeit von 62:33 erzielt. „Das war heute nicht das, was ich mir vorgenommen habe“, sagte er. Nach einem schnellen Beginn mit 14:36 Minuten auf den ersten 5 Kilometern – eine Durchgangszeit in Richtung einer Marke von unter 62 Minuten – bekam er Magenschmerzen. „Ich bin mit einer guten Gruppe im geplanten Tempo ins Rennen gestartet. Aber nach 6 km war es mit einer neuen Bestleitung eigentlich schon vorbei, es hat in der Magengrube richtig gebrannt. Ich konnten dann meinen Schritt nicht mehr laufen, umso mehr überrascht mich die 63er-Zeit.“

Mit 64:11 Minuten lief Christian Steinhammer (ULC Riverside Mödling) einen Rennen im Bereich seiner Erwartungen über den 4-Runden-Kurs an der Danziger Bucht. „Es war ein relativ zügiger Beginn, 14:46 auf den ersten 5 Kilometern war etwas zu schnell. Da habe ich gemerkt, dass ich ein wenig zurücknehmen muss. Ich habe dann ganz gut ins Rennen reingefunden und mich im Mittelfeld bewegt. Ich habe gekämpft und bin auch mit der Zeit zufrieden“, resümierte Steinhammer positiv.

Victoria Schenk (LCU Euratsfeld) wollte ihre Bestleistung von 1:15:54 angreifen, in 1:16:36 war sie nicht weit davon entfernt. „Ich bin froh im Ziel zu sein, aber nicht wirklich zufrieden mit meiner Leistung. Das Ziel, eine neue PB zu laufen, war realistisch“, schrieb sie. Nach einem schnellen Beginn musste sie etwas zurückstecken. „Alles in allem muss man ehrlich sagen, dass eben heute nicht mehr drinnen war. Ich hab wirklich gekämpft, wenig Luft bekommen und trotzdem versucht alles mögliche aus mir herauszuholen.“

Das Rennen der Frauen

Bei kühlen Temperaturen von rund sieben Grad Celsius entwickelte sich bei den Frauen von Beginn an ein sehr schnelles Rennen. Eine zwölfköpfige Spitzengruppe hatte die 5-km-Marke nach 15:20 Minuten erreicht. Mit dabei war auch Melat Kejeta, die mit einer Bestzeit von 68:41 ins Rennen gegangen war. Überraschend ging sie dieses sehr hohe Tempo mit.

Kurz vor Kilometer zehn stürzte dann in einer engen Kurve die Titelverteidigerin Netsanet Gudeta, die in der Folge den Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Sieben Läuferinnen erreichten die 10-km-Marke nach 30:47 Minuten. Diese Zeit wurde auch für Melat Kejeta gestoppt, so dass sie damit den deutschen Rekord von Irina Mikitenko gebrochen hat. Sie war 2008 in Karlsruhe 30:57 gelaufen.

Der nächste entscheidende Moment in diesem Rennen kam zwischen Kilometer 17 und 18. Nachdem Weltrekordlerin Ababel Yeshaneh (64:31 Minuten) die Initiative ergriffen hatte, stürzte sie zusammen mit Joyciline Jepkosgei. Die Kenianerin war ihrer Konkurrentin in die Ferse getreten. Und für beide war das Rennen um den Titel damit gelaufen. Sie konnten den Rückstand nicht mehr aufholen, denn die Spitzengruppe hielt das Tempo hoch. Zugleich fielen Zeineba Yimer und Yasemin Can (Türkei) zurück, so dass nur noch drei Läuferinnen vorne übrig blieben: Peres Jepchirchir, Yalemzerf Yehualaw und Melat Kejeta, die auch ein taktisch sehr starkes Rennen lief. Lange Zeit hielt sie sich am Ende der Gruppe laufend zurück - so gut es bei diesem Tempo ging.

Kurz vor dem Ziel sah es so aus als ob die Äthiopierin den WM-Titel gewinnen würde vor der Kenianerin und der Deutschen. Doch ein weiteres Missgeschick stellte diese Reihenfolge auf den Kopf. Vor der letzten Kurve weniger als 100 Meter vor dem Ziel bog der die Gruppe führende Radfahrer von der Strecke ab - kurzzeitig folgte ihm Yalemzerf Yehualaw in die falsche Richtung. Dadurch lief Peres Jepchirchir noch vorbei und triumphierte. Auf den letzten Metern knickte die Äthiopierin am Zielteppich um, Melat Kejeta überholte sie und rannte auf Rang zwei.

Melat Kejeta war die erste europäische Läuferin seit zwölf Jahren, die bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften eine Medaille gewann. 2008 wurde die aus Kenia stammende Lornah Kiplagat (Niederlande) Weltmeisterin über diese Distanz.

Das Rennen der Männer

Das Tempo im Rennen der Männer war in der ersten Hälfte des Rennens überraschend verhalten. Eine gute 20-köpfige Gruppe hatte die 10-km-Marke nach 28:23 Minuten erreicht. An der Spitze lief zu diesem Zeitpunkt der Debütant Joshua Cheptegei (Uganda), der nach seinen Weltrekorden über 5.000 und 10.000 m als der ganz große Favorit galt. Dass das Tempo nicht so schnell war wie erwartet, dürfte Cheptegei eigentlich entgegen gekommen sein. Denn es wirkte fast wie ein Warmlaufen für ihn.

Bei Kilometer 15 begann sich die elfköpfige Spitzengruppe auseinander zu ziehen, nachdem Kibiwott Kandie das Tempo angezogen hatte. Der Kenianer, der mit 58:38 die Jahresweltbestenliste anführt, setzte sich dann mit Joshua Cheptegei und dessen Landsmann Jacob Kiplimo ab. Während abwechselnd Kandie und Kiplimo, der bei der Cross-WM im vergangenen bereits die Silbermedaille gewonnen hatte, an der Spitze liefen, fiel Joshua Cheptegei rund drei Kilometer vor dem Ziel zurück. Gut einen Kilometer vor dem Ziel war es dann Kiplimo, der einen kleinen Vorsprung herauslaufen konnte, bis ins Ziel das Tempo hoch hielt und das Rennen schließlich gewann.

Top-Ergebnisse

Männer:
1. Jacob Kiplimo UGA 58:49 - Meisterschaftsrekord
2. Kibiwott Kandie KEN 58:54
3. Amedework Walelegn ETH 59:08
4. Joshua Cheptegei UGA 59:21
5. Andamlak Belihu ETH 59:32
6. Leonard Barsoton KEN 59:34
7. Stephen Mokoka RSA 59:36
8. Morhad Amdouni FRA 59:40
9. Benard Kimeli KEN 59:42
10. Leul Gebresilase ETH 59:45

Frauen:
1. Peres Jepchirchir KEN 65:16 - Weltrekord women only
2. Melat Kejeta GER 65:18 - Europarekord, Deutscher Rekord
3. Yalemzerf Yehualaw ETH 65:19
4. Zeineba Yimer ETH 65:39
5. Ababel Yeshaneh ETH 65:41
6. Joyciline Jepkosgei KEN 65:58
7. Yasemin Can TUR 66:20
8. Netsanet Gudeta ETH 66:46
9. Brillian Kipkoech KEN 66:56
10. Rosemary Wanjiru KEN 67:10

5 km Splits / Durchgangszeiten der österreichischen Teilnehmer
80. Timon Theuer 1:03:59 Stunden
14:36
15:21 / 29:57
15:22 / 45:19
15:29 / 60:48

88. Christian Steinhammer 1:04:11 Stunden
14:46
15:15 / 30:01
15:19 / 45:20
15:35 / 60:55

86. Victoria Schenk 1:16:36 Stunden
17:08
18:03 / 35:11
18:34 / 53:45
18:50 / 72:35


VCM News. Text: AM, JW / race-news-service.com 

Im Original hier erschienen: Weltrekord und Überraschungen bei Halbmarathon-WM in Polen


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Timon Theuer, (© Wilhelm Lilge)




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Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

Es geht um die Kombination von Geo und Audio. Es geht um runplugged.com.

Ich bin ein begeisteter Runplugger seit fast 30 Jahren. Seit der Zeit, als der Sony Walkman Mitte der Achtziger mein Geniesserleben (und ich führe eines) verändert hat. Lasst Euch überraschen, welche Audiofiles wir für Euch parat haben und wie lässig ihr das mit Eurer Lieblingsmusik mischen könnt. Download: http://www.runplugged.com/app

Christian Drastil, Runplugged

17.10.2020

Weltrekord und Überraschungen bei Halbmarathon-WM in Polen (Vienna City Marathon)


Österreicher Theuer, Steinhammer und Schenk mit guten Leistungen

Die Halbmarathon-Weltmeisterschaften am Samstag, 17. Oktober in Polen waren die einzigen globalen Titelkämpfe der Leichtathletik in diesem Jahr. Unter Pandemie-Bedingungen ging ein besonderes Rennen in Szene. Zugleich war es ein wichtiges internationales Signal, dass Laufevents durchführbar sind, wenngleich das geplante Massenrennen abgesagt werden musste.

Meisterschaftsrekord für Jacob Kiplimo, Ausnahmeläufer Cheptegei geschlagen

Jacob Kiplimo aus Uganda triumphierte in Gdynia bei 7°C und guten äußeren Bedingungen mit einer Weltklassezeit und einem Meisterschaftsrekord von 58:49 Minuten vor Kibiwott Kandie (Kenia/58:54) und Amedework Walelegn (Äthiopien/59:08). Joshua Cheptegei, der Ausnahmeläufer dieses Jahres, wurde geschlagen und erreichte in seinem Wettkampfdebüt über die 21,1 km in 59:21 Minuten Rang vier. Cheptegei hatte heuer sensationell die Weltrekorde über 5.000 m und 10.000 m gebrochen.

Die Österreicher zeigten gute Leistungen mit Timon Theuer in 63:59 Minuten und Christian Steinhammer in 64:11 Minuten, ebenso Victoria Schenk im Frauenrennen in 76:36 Minuten.

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Peres Jepchirchir siegt mit Weltrekord, Melat Kejeta holt Silber in Europarekordzeit

Als Weltmeisterin jubelte Peres Jepchirchir aus Kenia in 65:16 Minuten über einen neuen Weltrekord für reine Frauenrennen. Sensationell holte die Deutsche Melat Kejeta in 65:18 Silber. Auch die drittplatzierte Yalemzerf Yehualaw (Äthiopien/65:19) blieben unter der bisherigen Weltrekordmarke von 65:34. Hinter der viertplatzierten Zeineba Yimer (65:39) folgten die hoch eingeschätzten Ababel Yeshaneh (beide Äthiopien/65:41) und Joyciline Jepkosgei (Kenia/65:58), die beide im letzten Teil des Rennens stürzten. Melat Kejeta, die aus Äthiopien stammt und seit 2019 deutsche Staatsbürgerin ist, führte das deutsche Frauen-Team überraschend zur Bronze-Medaille hinter Äthiopien und Kenia. Die Strecke erlaubte sichtlich sehr starke Zeiten, war aber mit 180° Wenden und etwas Wind nicht superschnell.

Die Auftritte der Österreicher

Timon Theuer (DSG Wien) erzielte wie auch die beiden weiteren Österreicher seine zweitbeste Halbmarathonzeit. Zufrieden war er mit seinen 63:59 aber nicht. Im Februar hatte er bereits die deutliche schnellere Zeit von 62:33 erzielt. „Das war heute nicht das, was ich mir vorgenommen habe“, sagte er. Nach einem schnellen Beginn mit 14:36 Minuten auf den ersten 5 Kilometern – eine Durchgangszeit in Richtung einer Marke von unter 62 Minuten – bekam er Magenschmerzen. „Ich bin mit einer guten Gruppe im geplanten Tempo ins Rennen gestartet. Aber nach 6 km war es mit einer neuen Bestleitung eigentlich schon vorbei, es hat in der Magengrube richtig gebrannt. Ich konnten dann meinen Schritt nicht mehr laufen, umso mehr überrascht mich die 63er-Zeit.“

Mit 64:11 Minuten lief Christian Steinhammer (ULC Riverside Mödling) einen Rennen im Bereich seiner Erwartungen über den 4-Runden-Kurs an der Danziger Bucht. „Es war ein relativ zügiger Beginn, 14:46 auf den ersten 5 Kilometern war etwas zu schnell. Da habe ich gemerkt, dass ich ein wenig zurücknehmen muss. Ich habe dann ganz gut ins Rennen reingefunden und mich im Mittelfeld bewegt. Ich habe gekämpft und bin auch mit der Zeit zufrieden“, resümierte Steinhammer positiv.

Victoria Schenk (LCU Euratsfeld) wollte ihre Bestleistung von 1:15:54 angreifen, in 1:16:36 war sie nicht weit davon entfernt. „Ich bin froh im Ziel zu sein, aber nicht wirklich zufrieden mit meiner Leistung. Das Ziel, eine neue PB zu laufen, war realistisch“, schrieb sie. Nach einem schnellen Beginn musste sie etwas zurückstecken. „Alles in allem muss man ehrlich sagen, dass eben heute nicht mehr drinnen war. Ich hab wirklich gekämpft, wenig Luft bekommen und trotzdem versucht alles mögliche aus mir herauszuholen.“

Das Rennen der Frauen

Bei kühlen Temperaturen von rund sieben Grad Celsius entwickelte sich bei den Frauen von Beginn an ein sehr schnelles Rennen. Eine zwölfköpfige Spitzengruppe hatte die 5-km-Marke nach 15:20 Minuten erreicht. Mit dabei war auch Melat Kejeta, die mit einer Bestzeit von 68:41 ins Rennen gegangen war. Überraschend ging sie dieses sehr hohe Tempo mit.

Kurz vor Kilometer zehn stürzte dann in einer engen Kurve die Titelverteidigerin Netsanet Gudeta, die in der Folge den Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Sieben Läuferinnen erreichten die 10-km-Marke nach 30:47 Minuten. Diese Zeit wurde auch für Melat Kejeta gestoppt, so dass sie damit den deutschen Rekord von Irina Mikitenko gebrochen hat. Sie war 2008 in Karlsruhe 30:57 gelaufen.

Der nächste entscheidende Moment in diesem Rennen kam zwischen Kilometer 17 und 18. Nachdem Weltrekordlerin Ababel Yeshaneh (64:31 Minuten) die Initiative ergriffen hatte, stürzte sie zusammen mit Joyciline Jepkosgei. Die Kenianerin war ihrer Konkurrentin in die Ferse getreten. Und für beide war das Rennen um den Titel damit gelaufen. Sie konnten den Rückstand nicht mehr aufholen, denn die Spitzengruppe hielt das Tempo hoch. Zugleich fielen Zeineba Yimer und Yasemin Can (Türkei) zurück, so dass nur noch drei Läuferinnen vorne übrig blieben: Peres Jepchirchir, Yalemzerf Yehualaw und Melat Kejeta, die auch ein taktisch sehr starkes Rennen lief. Lange Zeit hielt sie sich am Ende der Gruppe laufend zurück - so gut es bei diesem Tempo ging.

Kurz vor dem Ziel sah es so aus als ob die Äthiopierin den WM-Titel gewinnen würde vor der Kenianerin und der Deutschen. Doch ein weiteres Missgeschick stellte diese Reihenfolge auf den Kopf. Vor der letzten Kurve weniger als 100 Meter vor dem Ziel bog der die Gruppe führende Radfahrer von der Strecke ab - kurzzeitig folgte ihm Yalemzerf Yehualaw in die falsche Richtung. Dadurch lief Peres Jepchirchir noch vorbei und triumphierte. Auf den letzten Metern knickte die Äthiopierin am Zielteppich um, Melat Kejeta überholte sie und rannte auf Rang zwei.

Melat Kejeta war die erste europäische Läuferin seit zwölf Jahren, die bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften eine Medaille gewann. 2008 wurde die aus Kenia stammende Lornah Kiplagat (Niederlande) Weltmeisterin über diese Distanz.

Das Rennen der Männer

Das Tempo im Rennen der Männer war in der ersten Hälfte des Rennens überraschend verhalten. Eine gute 20-köpfige Gruppe hatte die 10-km-Marke nach 28:23 Minuten erreicht. An der Spitze lief zu diesem Zeitpunkt der Debütant Joshua Cheptegei (Uganda), der nach seinen Weltrekorden über 5.000 und 10.000 m als der ganz große Favorit galt. Dass das Tempo nicht so schnell war wie erwartet, dürfte Cheptegei eigentlich entgegen gekommen sein. Denn es wirkte fast wie ein Warmlaufen für ihn.

Bei Kilometer 15 begann sich die elfköpfige Spitzengruppe auseinander zu ziehen, nachdem Kibiwott Kandie das Tempo angezogen hatte. Der Kenianer, der mit 58:38 die Jahresweltbestenliste anführt, setzte sich dann mit Joshua Cheptegei und dessen Landsmann Jacob Kiplimo ab. Während abwechselnd Kandie und Kiplimo, der bei der Cross-WM im vergangenen bereits die Silbermedaille gewonnen hatte, an der Spitze liefen, fiel Joshua Cheptegei rund drei Kilometer vor dem Ziel zurück. Gut einen Kilometer vor dem Ziel war es dann Kiplimo, der einen kleinen Vorsprung herauslaufen konnte, bis ins Ziel das Tempo hoch hielt und das Rennen schließlich gewann.

Top-Ergebnisse

Männer:
1. Jacob Kiplimo UGA 58:49 - Meisterschaftsrekord
2. Kibiwott Kandie KEN 58:54
3. Amedework Walelegn ETH 59:08
4. Joshua Cheptegei UGA 59:21
5. Andamlak Belihu ETH 59:32
6. Leonard Barsoton KEN 59:34
7. Stephen Mokoka RSA 59:36
8. Morhad Amdouni FRA 59:40
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Frauen:
1. Peres Jepchirchir KEN 65:16 - Weltrekord women only
2. Melat Kejeta GER 65:18 - Europarekord, Deutscher Rekord
3. Yalemzerf Yehualaw ETH 65:19
4. Zeineba Yimer ETH 65:39
5. Ababel Yeshaneh ETH 65:41
6. Joyciline Jepkosgei KEN 65:58
7. Yasemin Can TUR 66:20
8. Netsanet Gudeta ETH 66:46
9. Brillian Kipkoech KEN 66:56
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5 km Splits / Durchgangszeiten der österreichischen Teilnehmer
80. Timon Theuer 1:03:59 Stunden
14:36
15:21 / 29:57
15:22 / 45:19
15:29 / 60:48

88. Christian Steinhammer 1:04:11 Stunden
14:46
15:15 / 30:01
15:19 / 45:20
15:35 / 60:55

86. Victoria Schenk 1:16:36 Stunden
17:08
18:03 / 35:11
18:34 / 53:45
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