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24.04.2022

Chepkirui pulverisiert Streckenrekord und verteidigt Titel (Vienna City Marathon)


Vibian Chepkirui hat ihre Ankündigung wahr gemacht. Die Kenianerin stürmte in 2:20:59 Stunden zu einem klaren VCM-Rekord bei den Frauen und verteidigte obendrein ihren Titel aus dem Vorjahr. Das Siegerinnenpodest komplettierten ihre Landsfrauen Ruth Chebitok und Sheila Jerotich. Beste Österreicherin wurde in Abwesenheit der heimischen Elite die Niederösterreicherin Anna Holzmann.

Die 27-jährige Chepkirui gab von Beginn an den Ton an und das Tempo vor. Im Windschatten ihres Ehemanns Wesley Kangogo, der als Pacemaker fungierte, lief sie konsequent vorneweg und mit einem kleinen Abstand zur Konkurrenz, die an diesem Tag ausschließlich aus Kenianerinnen bestand. Schon nach 15 Kilometern war klar, dass das hohe Tempo der Spitze nur von wenigen Läuferinnen zu halten sein würde. Zuerst waren es Ruth Chebitok und Viola Yator, die der Vorjahressiegerin folgen konnten, auf dem letzten Drittel der Distanz schob sich Sheila Jerotich in die Top drei.

Der Dreikampf entwickelte sich ab dem Happel-Stadion (KM 30) zu einem Zweikampf, Chebitok konnte nach der Wende beim Lusthaus mit einem Kraftakt kurzfristig zu Chepkirui aufschließen. Der Titelverteidigerin gefiel das aber gar nicht, sie drückte ein weiteres Mal aufs Tempo und setzte sich leicht ab. Chebitok ließ nicht locker, auf dem letzten Abschnitt auf der Wiener Ringstraße sah es lange nach einer hauchdünnen Entscheidung aus.

Mit der klaren Verbesserung des Streckenrekords vor Augen beschleunigte Chepkirui auf dem letzten Kilometer ein letztes Mal und überquerte nach einem fulminanten Endspurt die Ziellinie in einer Zeit von 2:20:59 Stunden. Damit unterbot sie die bisherige Bestmarke bei den Frauen (2:22:12, Nancy Kiprop, 2019) um deutlich mehr als eine Minute. Chebitok landete knapp dahinter auf Platz zwei (2:21:03), als Dritte klassierte sich Jerotich (2:23:01).

„Ich war wirklich gut vorbereitet und im Rennen immer zuversichtlich“, sagte die Siegerin. „Die erste Hälfte war härter, weil der Wind zu spüren war. Ich habe gewonnen und bin im Augenblick sehr glücklich. Ich möchte nächstes Jahr wieder in Wien laufen und zum dritten Mal gewinnen.“ Kurioses Detail am Rande: Ihr Ehemann und Tempomacher hatte schon sehr früh mit Fußproblemen zu kämpfen, sein Schützling musste mehrmals Tempo reduzieren und auf ihn warten. Das erklärt auch, warum die erste Verfolgerin Chebitok vor allem gegen Endes des Rennens immer wieder aufschließen konnte.

Der VCM bleibt bei den Frauen somit fest in kenianischer Hand, Chepkiruis Triumph war der fünfte Erfolg in Folge für das afrikanische Land. Dass die äußeren Bedingungen mit Ausnahme des zunehmenden Windes sehr gut waren, zeigt ein Blick auf das Klassement und die Endzeiten: Die ersten vier Läuferinnen durften sich über persönliche Bestzeiten freuen. Chepkirui darf für Sieg und Streckenrekord insgesamt 25.000 Euro mit nach Hause nehmen.

Als schnellste Österreicherin erreichte Anna Holzmann in 3:03:06 (Nettozeit) den 20. Gesamtrang bei den Frauen. Carola Bendl-Tschiedel (LG Wien) erreichte 3:04:27 (Nettozeit), lief aber aufgrund versetzter Startzeiten als erste Österreicherin ins Ziel. ÖLV-Marathonrekordlerin Eva Wutti war noch nicht bereit für einen hochwertigen Marathonstart. Julia Mayer startete am gleichen Tag in Malaga, wo sie einen ÖLV-Rekord im Halbmarathon erzielte.

39. Vienna City Marathon - Frauen, Top 10:
1. Vibian Chepkirui (KEN) 2:20:59 pB
2. Ruth Chebitok (KEN) 2:21:03 pB
3. Sheila Jerotich (KEN) 2:23:01 pB
4. Urge Soboka (ETH) 2:27:13 pB
5. Caroline Kilel (KEN) 2:29:29
6. Viola Yator (KEN) 2:30:40
7. Teresiah Omosa (KEN) 2:31:44
8. Neja Krsinar (SLO) 2:35:30 pB
9. Kellys Arias (COL) 2:38:28
10. Chaltu Fikadu Marame (ETH) 2:38:34
————-
20. Anna Holzmann (SC Zwickl Zwettl) 3:03:06 (netto)
23. Carola Bendl-Tschiedel (LG Wien) 3:04:27 (netto)


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VCM News / Roland Romanik 

Im Original hier erschienen: Chepkirui pulverisiert Streckenrekord und verteidigt Titel


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Vibian Chepkirui (Bild: VCM, Herbert Neubauer)




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Willkommen bei runplugged.com
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Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

Es geht um die Kombination von Geo und Audio. Es geht um runplugged.com.

Ich bin ein begeisteter Runplugger seit fast 30 Jahren. Seit der Zeit, als der Sony Walkman Mitte der Achtziger mein Geniesserleben (und ich führe eines) verändert hat. Lasst Euch überraschen, welche Audiofiles wir für Euch parat haben und wie lässig ihr das mit Eurer Lieblingsmusik mischen könnt. Download: http://www.runplugged.com/app

Christian Drastil, Runplugged

24.04.2022

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Vibian Chepkirui hat ihre Ankündigung wahr gemacht. Die Kenianerin stürmte in 2:20:59 Stunden zu einem klaren VCM-Rekord bei den Frauen und verteidigte obendrein ihren Titel aus dem Vorjahr. Das Siegerinnenpodest komplettierten ihre Landsfrauen Ruth Chebitok und Sheila Jerotich. Beste Österreicherin wurde in Abwesenheit der heimischen Elite die Niederösterreicherin Anna Holzmann.

Die 27-jährige Chepkirui gab von Beginn an den Ton an und das Tempo vor. Im Windschatten ihres Ehemanns Wesley Kangogo, der als Pacemaker fungierte, lief sie konsequent vorneweg und mit einem kleinen Abstand zur Konkurrenz, die an diesem Tag ausschließlich aus Kenianerinnen bestand. Schon nach 15 Kilometern war klar, dass das hohe Tempo der Spitze nur von wenigen Läuferinnen zu halten sein würde. Zuerst waren es Ruth Chebitok und Viola Yator, die der Vorjahressiegerin folgen konnten, auf dem letzten Drittel der Distanz schob sich Sheila Jerotich in die Top drei.

Der Dreikampf entwickelte sich ab dem Happel-Stadion (KM 30) zu einem Zweikampf, Chebitok konnte nach der Wende beim Lusthaus mit einem Kraftakt kurzfristig zu Chepkirui aufschließen. Der Titelverteidigerin gefiel das aber gar nicht, sie drückte ein weiteres Mal aufs Tempo und setzte sich leicht ab. Chebitok ließ nicht locker, auf dem letzten Abschnitt auf der Wiener Ringstraße sah es lange nach einer hauchdünnen Entscheidung aus.

Mit der klaren Verbesserung des Streckenrekords vor Augen beschleunigte Chepkirui auf dem letzten Kilometer ein letztes Mal und überquerte nach einem fulminanten Endspurt die Ziellinie in einer Zeit von 2:20:59 Stunden. Damit unterbot sie die bisherige Bestmarke bei den Frauen (2:22:12, Nancy Kiprop, 2019) um deutlich mehr als eine Minute. Chebitok landete knapp dahinter auf Platz zwei (2:21:03), als Dritte klassierte sich Jerotich (2:23:01).

„Ich war wirklich gut vorbereitet und im Rennen immer zuversichtlich“, sagte die Siegerin. „Die erste Hälfte war härter, weil der Wind zu spüren war. Ich habe gewonnen und bin im Augenblick sehr glücklich. Ich möchte nächstes Jahr wieder in Wien laufen und zum dritten Mal gewinnen.“ Kurioses Detail am Rande: Ihr Ehemann und Tempomacher hatte schon sehr früh mit Fußproblemen zu kämpfen, sein Schützling musste mehrmals Tempo reduzieren und auf ihn warten. Das erklärt auch, warum die erste Verfolgerin Chebitok vor allem gegen Endes des Rennens immer wieder aufschließen konnte.

Der VCM bleibt bei den Frauen somit fest in kenianischer Hand, Chepkiruis Triumph war der fünfte Erfolg in Folge für das afrikanische Land. Dass die äußeren Bedingungen mit Ausnahme des zunehmenden Windes sehr gut waren, zeigt ein Blick auf das Klassement und die Endzeiten: Die ersten vier Läuferinnen durften sich über persönliche Bestzeiten freuen. Chepkirui darf für Sieg und Streckenrekord insgesamt 25.000 Euro mit nach Hause nehmen.

Als schnellste Österreicherin erreichte Anna Holzmann in 3:03:06 (Nettozeit) den 20. Gesamtrang bei den Frauen. Carola Bendl-Tschiedel (LG Wien) erreichte 3:04:27 (Nettozeit), lief aber aufgrund versetzter Startzeiten als erste Österreicherin ins Ziel. ÖLV-Marathonrekordlerin Eva Wutti war noch nicht bereit für einen hochwertigen Marathonstart. Julia Mayer startete am gleichen Tag in Malaga, wo sie einen ÖLV-Rekord im Halbmarathon erzielte.

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Warum ich laufe? Weil ich Stress abbauen will. Weil ich was für meine Gesundheit tun will. Weil ich sehr kreative Ideen beim Laufen entwickle. Weil ich gerne mit Gesprächspartnern laufe, statt sie im Kaffeehaus zu treffen. Weil ich laufen will. Ich bin ein Lustläufer. Keine Trainingsprogramme, nix. Keine Pläne. Sonst wäre der Spass weg. Pflichten hab ich eh genug. Nur eins: Wenn ich eine Startnummer habe, wird alles gegeben.

Und wofür steht Runplugged? "run" steht hier sogar irgendwie für alle, die Wege zurückzulegen haben; Ob sportlich oder einfach in der Bahn oder im Auto zur Arbeit. "Plugged" wiederum kann ebenfalls vieles bedeuten: Gute Musik hören oder interessante Informationen inhalieren. Oder einfach nur die eigenen Akkus aufladen, "pluggen" halt.

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